Kritik an Lehrertischen wegen Kosten

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Tablets an Schulen.
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In Wasseralfingen sind Bauarbeiten und Ausstattung der Schulen Thema.

Aalen-Wasseralfingen. Es geht voran beim Bildungscampus Braunenberg. Bei seiner Sitzung im Bürgersaal hat sich der Ortschaftsrat dafür ausgesprochen, die anfallenden Rohbauarbeiten in Höhe von gut 1,52 Millionen Euro an die Ellwanger Firma Hans Fuchs zu vergeben. Der Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik (AUST) hat ebenfalls schon grünes Licht gegeben. Die Entscheidung fällt der Gemeinderat.

Zum Projekt gehört der Neubau der Kita als auch die Sanierung und Aufstockung des Pavillons Ost. „Es wird nun teurer als die ursprüngliche Planung vorsah“, so Ortsvorsteherin Andrea Hatam. Die Vergabesumme liegt 14,5 Prozent über der Kostenberechnung. Es gelte, schnell zu sein. Schließlich soll es mit der Eröffnung im September 2022 klappen. Der Baubeginn ist für die Herbstferien geplant. „Allerdings müssen wir wegen der Tiefbauarbeiten die Steinstraße vom 27. September an bis Heiligabend für den Durchgangsverkehr sperren“, kündigte sie an.

Um ein weiteres Schulthema ging es anschließend. Simon Zurek vom Amt für IT und Digitalisierung der Stadt Aalen präsentierte den überarbeiteten Medienentwicklungsplan. Die Breitbandanbindung aller weiterführenden Schulen sei zum Schuljahreswechsel 2021/22 erfolgt, nicht wie geplant erst in einem Jahr. In Wasseralfingen werde die schulische Plattformlösung iServ, eine „sehr starke Software“, verwendet, so wie bei den meisten Aalener Schulen. Die Entscheidung sei flächendeckend gegen digitale Whiteboards und für Smartboards, interaktive Monitore, gefallen, so Zurek. Ratsmitglied Franz Fetzer (Freie Wähler), selbst Lehrer in Wasseralfingen, bestätigte: „Die Smartboards sind viel leistungsfähiger. Wenn sich die Stadt so etwas leistet, ist keiner an den Schulen unglücklich.“ Wichtig sei aber, dass sich die Lehrer einarbeiten könnten, um das Potenzial der Geräte nutzen zu können. Die initiale Ausstattung, die bis 2022 abgeschlossen sein soll - zwei Jahre früher als geplant -, werde wohl mit 23,3 statt 23,16 Millionen Euro zu Buche schlagen, kündigte Zurek an.

Im KGW gehe es gut voran. Kabelkanäle und Stecker fehlten aber noch. Sei das fertig, könnten die Monitore installiert werden. Michael Graule (Grüne) bemängelte den „horrenden Betrag“, der für die Lehrermedientische ausgegeben werde. „Was so ein Medientisch kann, rechtfertigt meiner Meinung nach seinen Preis“, sagte Zurek. Er bringe enorme Flexibilität. Und damit lasse sich Licht und Jalousie steuern oder bei Amokalarm die Tür verriegeln. „Das schaffen Sie nicht mit einem kleinen Laptop.“ Panja Tillmann-Mumm

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