Neuer Feuerwehrstandort an der Hüttlinger Straße

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Zukünftige Standort für die Wasseralfinger Feuerwehr, die Kocherwiesen.
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Die Feuerwehrabteilung Wasseralfingen/Hüttlingen zieht um - von der Maiergasse auf das Areal zwischen Talschulparkplatz und Kleingärtner an der Hüttlinger Straße. Was geplant ist, was die Ortschaftsräte und die Feuerwehr dazu sagen.

Aalen-Wasseralfingen. Die Wasseralfinger und Hofener Feuerwehr zieht um. Von der bisherigen Feuerwache östlich des Kochers in der Maiergasse auf das Areal der Kocherwiesen an die Hüttlinger Straße - zwischen Talschulparkplatz und der Anlage der Kleingärtner. Den Weg für den neuen Standort haben die Ortschaftsräte jetzt frei gemacht. "Ich bin begeistert, das ist wie ein Jackpot für die Freiwillige Feuerwehr", kommentierte der Kommandant der Abteilung Wasseralfingen/Hofen, Stefan Maier. 

Mehrere Standorte

Zum Hintergrund: Die Wasseralfinger Feuerwehr ist laut eines Gutachtens in baulich unbefriedigendem Zustand. Die Fahrzeugboxen sind für heutige Feuerwehrfahrzeuge zu klein, es fehlen Stellflächen für die Autos der Einsatzkräfte ebenso wie weitere  Nutzungsflächen für die Feuerwehr selbst. Das bestehende Gebäude in der Maiergasse entspreche damit nicht mehr den aktuellen Anforderungen, sagte Rosemarie Woreschk. "Dabei ist eine funktionsfähige Feuerwehr das Wichtigste für unsere Gesellschaft", so die Stadtplanerin weiter. So hatte die Stadt diverse mögliche neue Standorte untersucht.

Zufahrt gelöst

Die Wahl ist auf das Areal an der Hüttlinger Straße gefallen. Rosemarie Woreschk strich während der Sitzung die geänderte Planung heraus. An der ursprünglich angedachten Zu- und Abfahrt über die Hüttlinger Straße hatte es aus Sicherheitsgründen Kritik gegeben. Stimmen aus dem Ortschaftsrat, wie auch von der Feuerwehr selbst hatten angemahnt, dass dort wegen des Schulzentrums und der Sporthallen die verkehrliche Situation zeitweise äußerst schwierig sei. Rosemarie Woreschk bezeichnete als Lösung eine "Linksabbiegespur" von der Kreisstraße 3311. "Die Feuerwehr hat es bei Einsätzen immer eilig", sagte sie und bezog sich auf die Zufahrt, über die die  Feuerwehrleute künftig mit ihren privaten Pkw zur Feuerwache anrücken. 

Des Weiteren sei eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig. "Wir müssen aus einer landwirtschaftlichen Fläche ein Mischgebiet machen, auf  dem neben der Feuerwache auch drei  Doppelhäuser geplant sind", so die Stadtplanerin.

Feuerwache und Turm

Rosemarie Woreschk umriss die Maße des Feuerwehrgebäudes. Es sei mit Nebengebäude und Schulungsräumen 28 Meter breit, 37 Meter lang und 8 Meter hoch. Es werde mit der Längsseite parallel zur Kreisstraße stehen. 27 Stellplätze seien im Norden des Feuerwehrgebäudes für die Einsatzkräfte geplant. Zwischen dem Feuerwehr- und dem Nebengebäude befinde sich der Übungshof. Zudem zählt zu den Planungen südlich der Feuerwache ein 15 Meter hoher Übungsturm, der sich an das Nebengebäude anschließt. 

Das sagt die Feuerwehr

Abteilungskommandant Stefan Maier strich die Bedeutung eben jenes Übungsturms heraus. "Der ist zwingend erforderlich", sagte er mit Blick auf die Übungen mit der Drehleiter, die zum Fahrzeugpark der Abteilung Wasseralfingen/Hofen zählt. Auch die Zu- und Abfahrt bezeichnete er als "hervorragend gelöst".  Damit seien die Wünsche der Wehr in den Planungen realisiert. "Das ist ein herausragender Entwurf", so Abteilungskommandant Maier. 

Das sagen die Ortschaftsräte

Allgemeines Lob zollte der Ortschaftsrat den Planungen. Albrecht Jenner (SPD) erinnerte an die Standortsuche und bezeichnete die Zufahrt als "sehr gut gelöst". "Es ist gut, dass das Ortsschild weiter in Richtung Hüttlingen verlegt wird", spielte der SPD-Politiker auf das künftige Tempo 50 an - statt der bisherigen 70 km/h auf der Kreisstraße in diesem Bereich.

"Der Standort ist der einzig richtige, der was taugt", stellte Josef Anton Fuchs (CDU) fest. Auch seiner Ansicht nach sei die Zufahrt deutlich besser als in der bisherigen Planung.

Franz Fetzer (FW) hinterfragte zunächst den Standort des Übungsturms im Süden, nannte es aber auch wichtig, dass "alles perfekt für die Feuerwehr ist". 

Sigrun Huber-Ronecker (Grüne) mahnte, an die Versiegelung zu denken.

Am Ende empfahlen die Ortschaftsräte einstimmig das Vorhaben dem Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik, der an diesem Donnerstag, 17. März, die neue Feuerwehr ebenfalls vorberät. 

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