Renaissance vom Feinsten

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Endlich wieder ein öffentliches Konzert: Darauf mussten die Fans der SHW Bergkapelle fast zwei Jahre warten. Und die Musikerinnen und Musiker auch.
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Fast zwei Jahre kein öffentliches Konzert: Wie die SHW-Bergkapelle auf dem Stefansplatz brilliert hat.

Aalen-Wasseralfingen

Der „Glück auf-Marsch“ setzt wie immer bei den Auftritten der SHW-Bergkapelle den fulminanten Schlusspunkt. Für die circa 60 Musikerinnen und Musiker mit ihrem Dirigenten Günter Martin Korst, aber auch für die gut gelaunten Zuhörer ist es aber am Mittwochabend etwas ganz Besonderes.

„Wir freuen uns einfach, dass Sie und wir wieder da sind“, sagte der Vorsitzende der SHW-Bergkapelle Eugen Krämer. „Eine echte Renaissance für uns und wir sehen, wo wir stehen“, fügt der Dirigent im Gespräch mit dieser Zeitung hinzu.

Bei dem eine Dreiviertelstunde dauernden Konzert serviert das symphonische Blasorchester von Günter Martin Korst Kostproben quer durch alle Genres der gehobenen Blasmusik, beginnend mit dem Konzertmarsch „Arsenal“ von de Roost. Flüssig, schwungvoll und mit allen tonalen Wassern gewaschen.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei. So richtig „jazzy“ wird es bei „Fly me to the moon“ und stimmungsvoll-einschmeichelnd wird Louis Armstrongs „What a wonderful world“ an die Ohren der nicht mit Beifall geizenden Besucher gebracht. Die leisten auch eifrig ihren Obolus für die Opfer der Flutkatastrophe.

Die letzten 18 Monate hatte die SHW Bergkapelle, wenn überhaupt, „nur“ im Freien proben können. Und trotzdem: Dem Dirigenten kann man in seinem Dirigat am Minenspiel ablesen, dass er mit seinen Musikanten hochzufrieden ist.

Natürlich kommen auch die Freunde der Volksmusik auf ihre Kosten bei der schmissigen Intonation des Alpenwelt-Marsches. Motiviert wird in allen Registern zu Werke gegangen und ein Blick in die Reihen zeigt, dass die SHW-Bergkapelle auf eine gesunde Mischung aus erfahrenen Altvorderen und talentierten Youngsters bauen kann.

Ein richtiger Burner ist dann das Medley „Mamma mia“ mit Ohrwürmern von Abba. Dann kommt er, der Glück-Auf Marsch, der zum tonalen Synonym wird für den größten Wunsch der Bergkapellen-Mannschaft: endlich wieder ganz ohne Corona-Einschnitte Musik machen zu dürfen. „Uns hat das Publikum so gefehlt“, sagt Eugen Krämer.

Wir freuen uns einfach, dass Sie und wir wieder da sind.“

Eugen Krämer, Vorsitzender der SHW-Bergkapelle

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