Saisoneröffnung im Tiefen Stollen

+
Die Bläsergruppe der SHW Bergkapelle begleitete die Prozession der Besucher und Gäste vom Gasthof Erzgruppe hinunter zum sogenannten Stollenmund.

Warum es hoffnungsvolle Vorzeichen für ein gutes Besucherjahr im ehemaligen Bergwerkstollen gibt.

Aalen-Wasseralfingen

Zum 36.-mal eröffnet der Verein Besucherbergwerk Tiefer Stollen e.V. heuer die Besuchersaison 2022 im ehemaligen Bergwerkstollen im Braunenberg. Die feierliche Eröffnung hat Tradition und folgt einem alten Brauch, als noch Eisenerz aus dem Tiefen Stollen in Braunenberg zutage gefördert wurde. Traditionsgemäß findet der Auftakt mit dem Steigergebet im historischen Betsaal des Gasthofs Erzgrube statt. Das sogenannte Erzhäusle diente von 1694 bis 1911 Bergleuten als Unterkunftshaus.

Zudem nutzte es ein Bergmann, der die Arbeit der Bergleute beaufsichtigte, als festen Wohnsitz. Im heute denkmalgeschützten, holzverkleideten Gebäudeteil mit Türmchen befand sich ein großer Betsaal, in dem sich die Bergleute vor der Einfahrt in die Grube zur Andacht versammelten.

Der Verein Besucherbergwerk Tiefer Stollen führt diesen Brauch seit Gründung nun zu jeder Saisoneröffnung im heutigen Besucherbergwerk fort. Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting begrüßte die zahlreichen Anwesenden im Betsaal des heutigen Gasthofs Erzgrube. Seit 1987 ist der Tiefe Stollen als Besucherbergwerk für Gäste und Touristen zugänglich. „Somit ist das Besucherbergwerk fast so alt wie ich“, meint Brütting.

Seit der Gründung des Vereins haben 1,5 Millionen Menschen das Besucherbergwerk besucht. „Eine wirklich beeindruckende Zahl und ein Zeichen dafür, wie beliebt der Tiefe Stollen als Ausflugsziel ist. Er ist auch ein wichtiges kulturelles Erbe unserer Region“, sagt Oberbürgermeister Brütting.

Besonders beliebt ist der Bergwerkstollen auch in der Vorweihnachtszeit, dann wenn unter Tage der große Weihnachtsmarkt eröffnet und eine stimmungsvolle Weihnachtsatmosphäre die Besucher in ein Winterwunderland entführt.

Der Tiefe Stollen ist auch ein anerkannter Heilort. Mehr als 10 000 Asthma-Patienten wurden in den unterirdischen Stollen in über 130 000 Anwendung therapiert. Eine großartige Erfolgsgeschichte, wie auch der Oberbürgermeister findet.

Ortsvorsteherin Andrea Hatam und Bergwerksleiter Fritz Rosenstock begrüßten ebenfalls die Anwesenden und Gäste der Saisoneröffnung Tiefer Stollen. „Ich bin froh, dass wir in diesem Jahr 2,5 Monate früher dran sind mit der Saison. Corona hat uns in den letzten beiden Jahren doch sehr zu schaffen gemacht. Jetzt freuen wir uns aber auf eine schöne Saison“, meint Hatam.

Bergwerksleiter Fritz Rosenstock freut sich ebenfalls auf hoffentlich großes Stück Normalität. „Wir sind bereit für die Saison“, so Rosenstock. Jede Krise eröffnet auch neue Chancen. „Wir sind gerade am Abklären, ob sich unser Therapiezentrum auch für die Behandlung von Covid-Patienten mit Post-Covid-Symptomen eignet“, kündigt Rosenstock an. Seine Begrüßung beendet der Bergwerksleiter mit dem traditionellen Satz: „Nun fahre ein in Gottes Gnaden“. Im Anschluss an die offizielle Saisoneröffnung des Besucherbergwerkes begleitete die Bläsergruppe der SHW Bergkapelle die Prozession der Besucher und Gäste vom Gasthof Erzgruppe hinunter zum sogenannten Stollenmund, der der Eingang zur Einfahrt in den Berg.

Ein Video und mehr Bilderfinden Sie auf www.schwaepo.de.

Ein Zeichen, wie beliebt der Tiefe Stollen ist.“

Frederick Brütting, Oberbürgermeister
Besucher und Gäste nutzten die Gelegenheit zum Plausch.
Die SHW Bergkapelle spielte groß auf.

Zurück zur Übersicht: Wasseralfingen

Mehr zum Thema

Kommentare