Sieger-Köder-Gedenkstätte Wasseralfingen neu gestaltet

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Sieger-Köder-Haus Gedenkstätte Wasseralfingen zur Eröffnung
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Träger: der Bund für Heimatpflege. Was SK-Neffe Burkhard Michalsky in drei Räumen geschaffen hat. Am Wochenende Tage der offenen Tür.

Aalen-Wasseralfingen

Man meint, der Maestro müsse gerade zur Tür hereinkommen. So original präsentiert sich sein altes Atelier, in das sich Sieger Köder (gestorben 2015) einst zum Malen zurückgezogen hat, wenn ihm in seiner Ellwanger Wirkungsstätte der Umtrieb zu groß wurde.

Die jetzt von seinem Neffen Burkhard Michalsky neu gestaltete SK-Gedenkstätte des Bundes für Heimatpflege wird am Samstag und Sonntag jeweils ab 14 Uhr als Tage der offenen Tür der Öffentlichkeit repräsentiert.

Schon von außen deuten zwei Hinterglasmalereien auf die Gedenkstätte im sogenannten „unteren Dorf“ hin. Das Haus gehörte einst der Oma von „SK“, die hier mit ihrer Schwester ein Ladengeschäft betrieb. Aufgewachsen ist er selbst mit seiner Schwester Lise im Elternhaus in der ehemaligen Römerstraße.

Ab 1946 gehörte das Haus Köders Mutter. Vom Studium bis zu seiner Zeit als Kunsterzieher am Aalener Schubart-Gymnasium hatte „SK“ in diesem Haus unterm Dach seine „Malbude“ bis er 1992 im Erdgeschoss sein Atelier etablierte. Dort fühlte er sich als waschechter Wasseralfingen besonders wohl. Dass er schon damals vielfach Künstler-Pfarrer genannt wurde, gefiel ihm gar nicht. „Ich bin kurzum ein Pfarrer, der malt“ stellte er lapidar fest.

Jetzt gelang es seinem Neffen, hier im Atelier hervorragend, den Werkstattcharakter zu erhalten – mit der Staffelei, dem Arbeitstisch dem Farbenmischpult. Und seinem alten Sofa, auf denen Besucher ihm beim Malen zusehen konnten.

Als Zeugnis der hier entstandenen großflächigen Werke sind jetzt von der Skizze bis zu den verschiedenen Arbeitsstufen die dreiteiligen Altarbilder von Köders Kieler Altar für die dortige Albertus-Magnus-Kirche zu sehen. Auf der andern Seite die Glasfenster und dreiteiligen Altarblätter, die SK für die Albertus-Magnus-Kirche der deutschen katholischen Gemeinde in Paris geschaffen hatte.

Daneben ein Ausstellungsraum mit Ölgemälden aus Köders Frühzeit, wo auch Wechselausstellungen vorgesehen sind. Eine Augenweide die eine breite Schrankwand zierende Collage „Wie Kinder die Welt sehen“. Einst gemalt für das Kinderzimmer seines Freundes und einstigen Kollegen am Aalener SG, Hermann Zeuner. An der Seite ein Fernseher mit der Wiedergabe des bekannten Köder-Films.

Im dritten Raum wird an SK als NDer erinnert (Bund Neudeutschland, ein katholisches christliches Netzwerk). Mit großflächigen Fotos der von ihm ausgemalten Turmkapelle auf Burg Niederalfingen samt den dortigen Glasfenstern. Daneben als Prachtstück das älteste an einer echten Hellebarde hängende Wasseralfinger ND-Banner. In diesem Teil der Gedenkstätte sind auch Relikte des Niederalfinger ND-Turmmuseums ausgestellt, die nach dem „Ausverkauf“ der Burg demnächst mit Leihgaben der Ellwanger ND-Gruppe ergänzt werden sollen.

Sieger-Köder-Haus Gedenkstätte Wasseralfingen zur Eröffnung
Sieger-Köder-Haus Gedenkstätte Wasseralfingen zur Eröffnung
Sieger-Köder-Haus Gedenkstätte Wasseralfingen zur Eröffnung
Sieger-Köder-Werk „Wie Kinder die Welt sehen“.
Banner des Bundes Neudeutschland an Hellebarde.

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