Spontaner Knatsch im Ortschaftsrat

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Andrea Hatam
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Mit welchen Vorwürfen Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam konfrontiert wird.

Aalen-Wasseralfingen. Zu einem spontanen Knatsch kam es in der jüngsten Sitzung des Wasseralfinger Ortschaftsrats. Unter dem Punkt „Verschiedenes“ hatte sich Peter Ott (SPD) zu einem Antrag der CDU-Fraktion im Aalener Gemeinderat geäußert. Inhalt des Antrags ist, dass auch die Mitglieder in den Ortschaftsräten für ihre Fraktionssitzungen eine finanzielle Entschädigung erhalten sollen, also mehr Geld für ihre kommunalpolitische Tätigkeit. Diskutiert wurde dieser Antrag vor Kurzem in einer öffentlichen Sitzung des Finanzausschusses des Aalener Gemeinderats. In dieser öffentlichen Sitzung hatte Fachsenfelds Ortsvorsteherin Sabine Kollmann aus einer nicht-öffentlichen Dienstbesprechung der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher berichtet.

Diese Tatsache veranlasste Ott zu der Feststellung: „Ehrenamt gehört honoriert. Aber nicht so, wie es die CDU fordert, dass nun auch noch die Fraktionssitzungen der Ortschaftsräte mit Geld belohnt werden.“ Laut Ott sei das der falsche Weg, zumal in einer Zeit der schmalen Haushaltskassen.

Sigrun Huber-Ronecker (Grüne) knüpfte an den Bericht der Fachsenfelder Ortsvorsteherin an: Es habe sie befremdet, so Huber-Ronecker, dass auch die Wasseralfinger Ortsvorsteherin ihre Einschätzung darüber abgegeben habe, „ohne vorher mit uns zu sprechen“. Auch Franz Fetzer (Freie Wähler) meinte: „Das hat uns Ortschaftsräte sehr befremdet.“ Dass man seine Meinung offen bekunde, ohne vorher mit jenen zu sprechen, die es angeht, gehe gar nicht, wandte er sich maßregelnd an Ortsvorsteherin Andrea Hatam.

Diese verteidigte sich: „Wenn in einer internen Ortsvorsteher-Besprechung unsere Meinung abgefragt wird, können wir die auch sagen. Wenn diese dann von einem Kollegen oder einer Kollegin in die Öffentlichkeit getragen wird, kann ich da nichts dazu.“ Zudem verwies Hatam darauf, dass der Finanzausschuss des Aalener Gemeinderats die Diskussion in dieser Angelegenheit zurückgewiesen habe in die Ortschaftsräte. Fetzer bat um eine interne Besprechung im Ortschaftsrat, bevor das Thema öffentlich diskutiert wird. 

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