Tiefer Stollen öffnet am 5. Juni

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Tiefer Stollen öffnet unter Auflagen: In allen Bereichen herrscht Maskenpflicht. Besucher müssen sich testen lassen oder eine Impf- bzw Genesenenbescheinigung vorlegen. Archivfoto/Gestaltung: je/ca
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Das Bergwerk nimmt den Betrieb für Besucher auf. Wegen der Corona-Pandemie ändert sich einiges. Das müssen Ausflügler wissen.

Aalen-Wasseralfingen

Corona: Es gibt Licht am Ende des Tunnels. Sprichwörtlich, aber auch im Wortsinne für das Besucherbergwerk Tiefer Stollen: Sofern die Inzidenzzahlen unter 100 bleiben, wird es am Samstag, 5. Juni, wieder für Besucher öffnen. Als eines der ersten deutschlandweit, unter strengen Auflagen und mit verändertem Konzept, wie Betriebsleiter Fritz Rosenstock schildert.

Die Vorbereitungen: Parkplatz und Vorplatz sind aufgeräumt. Der Zug wurde vergangenes Jahr schon frisch gestrichen, die Waggons sind jetzt technisch überholt worden. Größtenteils ausgetauscht wurde der Schotter am Gleis, der über den Verein angeschaffte Minibagger habe dabei wertvolle Dienste geleistet, so Rosenstock.

Die Eröffnung: Anders als in den Vorjahren wird es zur Eröffnung am Samstag, 5. Juni, 10 Uhr, keine Feier mit der SHW-Bergkapelle und Parade geben. Obersteiger Fritz Rosenstock wird lediglich auf dem Stollenvorplatz ein Grußwort und das Steigergebet sprechen. Geöffnet ist dann täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr. Der Kioskbetrieb läuft nur eingeschränkt.

Tickets: Der Eintritt kostet 7 Euro für Erwachsene. Wer unter 18 Jahre alt ist, zahlt 4,50 Euro. Gruppentickets gibt es nicht. Pünktlich zum Start soll das Online-Buchungssystem freigeschaltet werden, das ein Mitarbeiter des Tiefen Stollens zusammen mit der städtischen IT entwickelt hat. Eintrittskarten können online gebucht, müssen aber an der Kasse in Fahrtickets eingetauscht werden.

Hygienekonzept: Besucher müssen sich vorm Bergwerkseingang einem Antigen-Schnelltest unterziehen. Mitarbeiter des Tiefen Stollens sind eigens dafür geschult worden. Alternativ zum Test kann eine Genesenenbescheinigung oder der Nachweis über den vollständigen Impfschutz vorgelegt werden. Ob über oder unter Tage – in allen Bereichen, auch auf dem Parkplatz, herrscht Maskenpflicht, Abstände sind einzuhalten

Einfahrt: Die Besucherzahl ist wegen der Coronaregeln begrenzt. „Wenn einzelne Personen aus separaten Haushalten kommen, dann dürfen wir im Extremfall nur maximal acht Personen pro Einfahrt zulassen“, sagt Betriebsleiter Fritz Rosenstock.

Unter Tage: Wegen der Pandemiebeschränkungen ist der hintere Teil des Bergwerks für Besucher geschlossen. Rosenstock: „Da wäre es sonst einfach zu eng.“ Von den sonst zugänglichen 3900 Quadratmetern sind nur 2500 Quadratmeter offen. „Mehr als 50 Personen dürfen nicht gleichzeitig drin sein. Deshalb könnte es eventuell zu Wartezeiten kommen“, sagt Rosenstock. Gruppenanmeldungen und Reservierungen sind nicht möglich, auch Führungen und Events gibt es nicht. Gleichwohl stehen unter Tage Mitarbeiter, die die Besucher weiterleiten und gegebenenfalls Fragen beantworten. Der Film zur Geschichte des Bergwerks wird gezeigt. Die Aufenthaltsdauer wird laut Rosenstock nicht begrenzt.

Heilstollen: Es gebe viele Anfragen zur Öffnung des Heilstollens, berichtet der ausgebildete Bergmann Fritz Rosenstock. Leider sei ein Öffnungstermin für die medizinische Therapie zurzeit nicht absehbar. Die Hygiene- und betriebsrechtlichen Vorschriften seien umfangreich, Genehmigungen stünden noch aus.

Wir richten eine CoronaTeststation ein.“

Fritz Rosenstock, Betriebsleiter

Der Tiefe Stollen – ein beliebtes Ausflugsziel

Im vergangenen Jahr war das Schaubergwerk wegen der Corona-Pandemie nur vom 29. Mai bis zum 1. November offen. Normalerweise beginnt die Saison Ende März. Dennoch wurden über 10 000 Besucherinnen und Besucher gezählt, der Höchststand waren 320 an einem Tag. Vor Corona waren es doppelt so viele.

Erzabbau: Von 1608 bis 1939 wurde im Braunenberg Eisenerz abgebaut. Das unterirdische Labyrinth wuchs in dieser Zeit bis auf sechs Kilometer Länge. Seit 1987 ist es als Schaubergwerk zugänglich.bea

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