Viktoria: neuer Platz am Erzstollen

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Die Drainagerohre zum Einbau in den neuen Fußballrasen liegen bereit. Marcus Bohnet (l.), Vorstand Öffentlichkeitsarbeit und Daniel Kurz, Vorstand Sport, freuen sich über die neue Perspektive für den Fußballsport am Erzstollen.
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Die Viktorianer rüsten sich für die nächsten 30 Jahre und investieren eine knappe halbe Million Euro in ihr Vereinsgelände. Was auf dem Fußballplatz neben dem Besucherbergwerk passiert.

Aalen-Wasseralfingen

Hipp hipp, Hurra – Viktoria! Das Fußballerherz der Wasseralfinger Viktorianer kann endlich wieder jubelnd sein Vereinslied anstimmen: Nachdem seit vergangenen Sommer die längst überfällige Unterzeichnung des Pachtvertrags für die weiteren 30 Jahre unter Dach und Fach ist, haben die Viktorianer jetzt wieder eine Perspektive vor Augen.

Pilzbefall

Denn: Der Fußballplatz war kaputt. Pilzbefall. Seit fünf Jahren hat darauf kein aktiver Fußball mehr, haben nur noch Jugendspiele stattgefunden. "Das hat der Viktoria ganz arg weh getan", sagt Marcus Bohnet, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit. Umso größer ist die Freude darüber, dass jetzt endlich das Vereinsgelände am Erzstollen, können Fußballplatz und Kleinspielfeld saniert und mit all dem aufgerüstet werden, was es für einen erfolgreichen aktiven Fußball braucht.

Dass der heiß ersehnte Kunstrasen mit geschätzten Kosten von etwa 700 000 Euro vorerst dem städtischen Rotstift zum Opfer gefallen ist, haben die Viktorianer verschmerzt. "Wir sind erst einmal glücklich, dass wir hier am Erzstollen wieder eine Perspektive für den Fußball bekommen", meint Kurz. "Wenn es Corona erlaubt, ist es unser Ziel, dass die 1. Mannschaft der Union Wasseralfingen ab September hier ihre Spiele austragen kann", wagt er eine Prognose.

Umbau seit 26. Februar

Doch bis dahin gibt es noch allerhand zu erledigen. Seit 26. Februar läuft der große Umbau am Erzstollen. Bis zu 25 Zentimeter tief wurde der Rasen, wurde die obere Schicht des großen Fußballplatzes abgetragen. Mit dem Umbau beauftragt ist Sportstätten Moser.

Die abgetragene Erde häuft sich hinter dem Vereinsheim dort, wo bis vor zirka 15 Jahren noch die Tennisplätze waren, zu einem stattlichen Hügel. Daneben sind bereits Behälter für eine Zisterne ins Erdreich gesetzt. Und Drainagenrohre liegen bereit, um im künftigen Fußballfeld verlegt zu werden.

Das ist nötig, um den Rasen künftig mit Regenwasser bewässern zu können. "Früher", berichtet Kurz, "mussten wir ausschließlich Leitungswasser dafür verwenden".

Künftig mit Flutlicht

Unser Ziel ist, dass die 1. Mannschaft der Union Wasseralfingen ab September am Erzstollen ihre Spiele austragen kann.

Daniel Kurz Vorstand Sport der Viktoria

Ebenfalls neu ist, dass man künftig auch unter Flutlicht trainieren und spielen kann. Sechs Masten und zehn Leuchten sollen Fußballplatz und benachbartes Kleinspielfeld ausleuchten.

Parallel laufen die Arbeiten am Kleinspielfeld. Die bestehende Fläche wird mit übriger Erde aufgefüllt, dort entsteht ein neues Naturrasenfeld. "Ursprünglich war das ein Fußballplatz auf Asche. Doch in den vergangenen Jahren ist er nur noch als Parkplatz genutzt worden. Oder auch für vereinseigene Feste", erzählt Marcus Bohnet. In Zukunft soll auch hier wieder Training möglich sein – hauptsächlich für die Jugend.

Verjüngungskur für Biergarten

Marcus Bohnet gerät ins Schwärmen. "Das ist im Sommer hier schon ein wunderschönes Gelände. Das ist einfach eine Sache, sonntags ein Fußballspiel, dann der Bewegungspark für Familien und der schöne Biergarten."

Apropos Biergarten. Auch der wird gerade einer Verjüngung unterzogen. "Der Biergarten war tatsächlich ziemlich ramponiert durch die enorme Auslastung im vergangenen Sommer", berichtet Kurz.

Die Pächterin hat sich entschieden zu investieren. Die Bäume wurden gestutzt, Sträucher und Gestrüpp ausgedünnt, frische Rasenerde ist ausgebreitet und wartet auf die Rasensaat. Parallel am Zaun zum Waldweg werden alsbald nach dem Vorbild des Naturfreundehauses am Braunenberg drei Holzhütten aufgestellt. Sozusagen unter Corona-Bedingungen eine Art alternativer Gastraum, in dem es möglich ist, unter Einhaltung des Mindestabstands in kleinerem Kreis beisammen zu sitzen.

Bohnet: "Ich kann's auf jeden Fall kaum erwarten, bis hier oben wieder Fußballspiele stattfinden und man im Biergarten dazu endlich wieder gemütlich ein Bierchen trinken kann."

Behälter für die Regenwasserzisterne sind auf der Rückseite des Vereinsheims bereits in den Boden eingelassen.
Der Biergarten der Viktoria ist gerodet, frische Erde wartet auf die Rasensaat.

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