Warum Nachtwanderer für Wasseralfingen gesucht sind

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Der Stephansplatz in Wasseralfingen war jetzt Anlass für einen runden Tisch. Anwohner hatten sich über Vandalismus beschwert und darüber, dass Jugendiche zu viel lärmen.
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Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam will im Frühjahr wieder die Nachtwanderer „beleben“. Was der Grund dafür ist und was das Vorhaben mit dem Stephansplatz zu tun hat.

Aalen-Wasseralfingen

Das Areal um den Stephansplatz mit Rathaus, Bürgerhaus, Kirche und Karlsplatz ist immer wieder Ziel von Vandalismus. Jüngst wurde eine Hauswand mit Eiern beworfen an anderer Stelle – in einem Hauseingang – die Briefkastenanlage in Brand gesetzt. Der Stephansplatz selbst ist beliebter Treffpunkt für junge Leute, vor allem in den Abendstunden. In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich nun Anwohner vermehrt über eben jenen Vandalismus sowie über Ruhestörung beklagt.

An einem Runden Tisch haben Anwohner, Ordnungsamt, Polizei, mobile Sozialarbeit und Ortsvorsteherin Andrea Hatam jetzt nach einer praktikablen Lösung gesucht. „Meine Idee ist es, die in den vergangenen Jahren schon erfolgreichen Wasseralfinger Nachtwanderer wieder zu beleben“, sagt die Ortsvorsteherin.

Polizei, Ordnungsamt und auch sie selbst hätten in jüngster Zeit das Areal immer wieder kontrolliert. Aber mit nur wenig Erfolg. „Es wurden nur sehr selten Jugendliche nach 22 Uhr angetroffen“, so Hatam. Wenn Jugendliche tagsüber etwas lauter lachen oder dort Fußball spielen, gebe es keine wirkliche Handhabe. Sachbeschädigungen seien inakzeptabel. In puncto Vandalismus betont die Ortsvorsteherin, dass dieser nur einen geringen Prozentsatz ausmache. „Ich kann aber verstehen, dass die Anwohner sich gestört fühlen und genervt sind“, sagt sie.

Deshalb wertet sie den Runden Tisch als eine gute Basis. Hier habe man Eindrücke und Erfahrungen austauschen können. Dies sei wichtig, um eine Veränderung herbeizuführen, so Hatam.

Sie will im Frühjahr wieder die Nachtwanderer starten. „In der kalten Jahreszeit wird es auf den Plätzen sowieso ruhiger“, ist sie sich sicher. Andrea Hatam hofft auf zahlreiche Ehrenamtliche, die sich für die Idee begeistern.

Nachtwanderer sprechen die Jugendlichen an, fragen nach Problemen, weisen auf unangenehme Folgen ihres Verhaltens hin. An einer einheitlichen Jacke sind sie zu erkennen.

Anwohner klagen über Ruhestörung und Vandalismus im Bereich von Rathaus, Bürgerhaus und Stephanskirche.

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