Weit über 10 Millionen Euro für die Wasseralfinger Schulen

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Beim Schulzentrum im Tal stehen große Veränderungen an. Geplant ist, ein neues Grundschulgebäude zu bauen und danach das Gebäude der ehemaligen Karl-Kessler-Schule grundlegend zu sanieren. Foto: opo
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OB Frederick Brütting stellt den Ortschaftsräten vor, welche der angemeldeten Projekte im Etat 2023 berücksichtigt werden.

Aalen-Wasseralfingen

Aalens größter Stadtbezirk Wasseralfingen ist ein Schwerpunkt im städtischen Investitionsprogramm 2023. Weit über zehn Millionen Euro werden hier in den Schulbau gesteckt: knapp 1,4 Millionen Euro in die Entwicklung des Schulzentrums im Tal und weitere 7,7 Millionen Euro in den Um- und Ausbau der Braunenbergschule zum Bildungscampus. Weitere 850 000 Euro sind laut OB Frederick Brütting für das Kopernikus Gymnasiums eingeplant für die Teilsanierung der Ebene 3, vor allem aber für die Sanierung der Schultoiletten.

Was im kommenden Jahr angepackt wird und was noch geschoben werden muss, erläuterte Oberbürgermeister Frederick Brütting in der jüngsten Sitzung des Wasseralfinger Ortschaftsrats. Dabei betonte er, dass der Stadtverwaltung die Teilorte sehr wichtig seien. Erst am Ende seiner Ausführungen zauberte Brütting eine unerwartete Überraschung für die Wasseralfinger aus dem Ärmel: Die Stadt Aalen habe eine Erbschaft erhalten von einer Person aus Wasseralfingen, gekoppelt an den Auftrag, das Erbe in Wasseralfingen zu investieren. Der Betrag sei noch nicht eingespeist in den Etat 2023. In der nächsten Sitzungsrunde wolle man mit den Ortschaftsräten über die Verwendung sprechen.

Und noch eine gute Botschaft: Trotz „schwierigen Fahrwassers“ wolle man weiter kräftig investieren in Bildung und Betreuung. Gesamtstädtisch gesehen haben die Wasseralfinger Karl-Kessler-Schule und die Greutschule Priorität. „Zusammen gerechnet liegen wir hier bei Investitionen von insgesamt 45 Millionen Euro“, so der OB. Auch in den Ausbau der Wasseralfinger Kita-Landschaft fließt Geld: städtische Zuschüsse in Höhe von 646 000 Euro für die evangelische Kita an der Magdalenenkirche, und 447 000 Euro für den Bau der Kita Tausendfüßler der Lebenshilfe.

Neben der Wohnraumoffensive liege ein weiterer Schwerpunkt auf dem Ausbau der Erneuerbaren Energien. „Die Diskussion über geplante Solarparks, wie etwa in Waldhausen, wird künftig auch in anderen Teilorten geführt werden müssen.“, so Brütting. Gleichzeitig verfolge die Stadtverwaltung das Ziel, dass energieintensive Unternehmen, wie sie etwa auch in Wasseralfingen ansässig sind, in Sachen Strom und Energie autark werden.

Inzwischen seien alle Schulen im Stadtgebiet ans schnelle Internet angeschlossen. Im nächsten Jahr, so Brütting, soll die Ausstattung mit Endgeräten abgeschlossen sein.

Den lange geplanten Bau des Feuerwehrgerätehauses in den Kocherwiesen werde man allerdings aufgrund von Personalengpässen erst ab 2024 anpacken können; 2026 soll es dann stehen. Kleiner Trost: In wenigen Tagen werde die Abteilung Wasseralfingen-Hofen eine neue Drehleiter erhalten.

Kunstrasenplatz im Spiesel?

Auch auch der lang ersehnte Kunstrasenplatz am Spieselstadion ist im Etat berücksichtigt - zumindest mit einer Planungsrate in Höhe von 50 000 Euro. „Wir wollen zunächst die Bodenbeschaffenheit im Spieselstadion prüfen und dann entscheiden, ob ein Kunstrasenplatz machbar ist“, erläuterte der OB.

Für den Breitbandausbau in Wasseralfingen werden zwischen Februar und Juli 2023 insgesamt elf Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Kosten 1,7 Millionen Euro.

Abgesehen von Kleinigkeiten gingen Ortsvorsteherin Andrea Hatam und die Räte einig mit dem Investitionsplan für Wasseralfingen. Vermisst im Etat 2023 indes wurden Positionen etwa für eine Buswendeplatte in Röthardt, für eine notwendige Sanierung des Bodens im Rathaus und ein Zuschuss für die Sanierung der Umkleidekabinen des FV Viktoria. Hatam drängte auf ein erweitertes Parkraumkonzept für das Spieselbad, nach Abschluss der Bauarbeiten für den Bildungscampus.

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