Wünsche der Wasseralfinger

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Hier bei den alten Industriegleisen an der Karlstraße und dem geschotterten Parkplatz gegenüber Elektro Silfang sehen die Wasseralfinger viel Potenzial für eine städtebauliche Aufwertung.
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Wo die Bürgerinnen und Bürger im größten Aalener Teilort Entwicklungspotenzial sehen. Was Industriegleise damit zu tun haben.

Aalen-Wasseralfingen

Was die Wasseralfinger sich für die weitere Entwicklung ihres Ortes wünschen. Und was davon kurz- und langfristig machbar ist. Darum geht es bei der von der Stadt Aalen in allen sieben Teilorten angestoßenen Bürgerbeteiligung in digitaler und analoger Form. Am Ende des Prozesses soll ein Konzept geschnürt werden für die weitere Innenentwicklung des jeweiligen Teilorts.

Die Beteiligung: Das Ergebnis für Wasseralfingen stellten Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle und Andreas Steidel vom Stadtplanungsamt vor. Demnach haben sich in Wasseralfingen insgesamt rund 65 Personen beteiligt, mit insgesamt rund 100 Beiträgen und Kommentaren.

Der größte Wunsch: „Was wir uns wirklich wünschen ist ein Kunstrasenplatz für den Fußball“, betonte Ortsvorsteherin Andrea Hatam eingangs. Auch einen Camperplatz sollte man ihrer Meinung nach nicht aus den Augen verlieren.

Was unter anderem zur Debatte steht:

Potenzial an der Karlstraße: Die Stadt Aalen will die stillgelegten Industriegleise an der Karlstraße (gegenüber Elektro Silfang) erwerben. Die dort vorhandenen Parkplätze sollen in ein Gesamtkonzept einfließen, um das Areal aufzuwerten. Steidel spricht von viel Gestaltungsgrün, Wegeverbindungen, aber auch von „baulichen Aspekten“.

Potenzial bei Rossmann und Mixmarkt: In den beiden großen versiegelten Flächen an der Kolpingstraße erkennt die Stadtverwaltung ein großes Potenzial „für eine gestalterische und bauliche Aufwertung“. Da sich laut Ortsvorsteherin Hatam beide Flächen in Privateigentum befinden, müsse man Kontakt aufnehmen mit den Eigentümern.

In Affalterried und Röthardt geht es den Bürgerinnen und Bürgern um eine jeweils gestaltete Ortsmitte mit unterschiedlichen Nutzungen. „Langfristig angegangen werden muss die Hauptdurchgangsstraße in Affalterried“, so Steidel. Bürger monierten deren schlechten Zustand, die hohe Verkehrsbelastung und die Gefahr für Fußgänger und Radfahrer.

Das sagen die Ortschaftsräte:

Josef A. Fuchs (CDU) betrachtet diese Art von Bürgerbetiligung kritisch. „Dadurch, dass sich jeder Bürger mit seinen Wünschen einbringen konnte, haben wir hohe Erwartungen geweckt, die wir in einigen Sachen nicht erfüllen werden können“, sagte Fuchs. Bürgermeister Steidle antwortete, dass man sich diesmal bewusst für diese neuen Wege der Kommunikation entschieden habe. Zumal zu den üblichen Bürgerversammlungen „immer dieselben Leute“ kämen.

Peter Ott (SPD) wünscht sich, dass die Stadt die Bürgerbeteiligung mehr bewirbt und alle Ergebnisse digital einsehbar, und daher für den Bürger transparent werden. Das Internet sei ein niederschwelliges Medium, um viele Bürger zu erreichen, stimmt Franz Fetzer (FW) ihm zu.

Sigrun Huber-Ronecker (Grüne) warnt davor, zu kleinteilig zu denken. „Wir müssen den gesamten Ort betrachten. Um voran zu kommen. Dazu braucht es ein Miteinander und definierte Aufenthaltsorte, wo man sich treffen kann.“

Albrecht Jenner (SPD) mahnte die Industriegleise in der Karlstraße nicht vorschnell aufzugeben. Zumal hinsichtlich der aktuellen Forderungen, wieder mehr Güter von der Straße auf die Bahn zu verladen.

Unterm Strich wünschen sich die Räte künftig regelmäßige Ortsrundegänge mit der Verwaltungsspitze, damit die Bürgerinnen und Bürger weiter ihre Belange einbringen können. Nur Sigrun Huber-Ronecker (Grüne) bleibt skeptisch: „Wir müssen schauen, dass wir auch jüngere Bürger ansprechen, die hier wohnen bleiben wollen.“


PINmit ist ein digitaler Baustein der städtischen Bürgerbeteiligung. Die Bürger konnten vom 29. März bis 21. Mai 2021 ihre Ideen zur Ortsentwicklung über die Plattform „PINmit“ einbringen.

Was wir uns wirklich wünschen ist ein Kunstrasenplatz Fußball.“

Andrea Hatam, Ortsvorsteherin
Der Drogeriemarkt an der Wasseralfinger Kolpingstraße nutzt die große versiegelte Fläche als Parkplatz. Auch hier wünschen sich die Waseralfinger eine Aufwertung und bessere Nutzung der freien Fläche.

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