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Weil's mir kennad

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Jürgen Steck denkt darüber nach, wie man einem Land in Not helfen kann.

Vom Spannungsbogen her ist das schon eine feine Sache mit allem Beiwerk, die Tragödien prägen – Höhen, Tiefen, Schrecken, Jammer, Untergang des Helden – und Katharsis. Das ist das, dass man am Schluss geläutert ist, es einem eben besser geht, so ähnlich zumindest. Ob's noch so richtig zeitgemäß ist und hilft, Vertrauen in die Demokratie zu stärken, das mag jetzt mal dahingestellt sein. Hilfreich könnte ein Blick auf, sagen wir mal, unsere baden-württembergische Kommunalwahl sein. Unzählige Listen, unzählige Kandidaten. Und die Möglichkeit, etwa in Aalen, 50 Stimmen zu verteilen auf, genau, unzählige Listen und Kandidaten, Sie wissen schon: das mit dem Panaschieren und Kumulieren, parallel dazu noch Kreistagswahl mit, genau, nicht ganz so vielen, aber immer noch ordentlich vielen Listen und Kandidaten. Und, nicht zu vergessen, die unechte Teilortswahl: Herrlich! Ausgezählt ist das in der Regel am Tag darauf. Weil wir das können, bei uns im Ländle. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, schwäbische Wahlhelfer zu entsenden vor der nächsten US-Präsidentschaftswahl: "Yes, we can!" Oder besser: "Gell, mir kennad des!"

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