Weiterer Wohnmobil-Standort in Gmünd

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Wohnmobil-Stellplätze sind begehrt. Jetzt will ein privater Investor am Himmelsgarten aktiv werden. Hans Stegmeier bringt Erfahrung ein.

Schwäbisch Gmünd

Der Gmünder Hans Stegmeier ist so etwas wie der Wohnmobilfahrer der ersten Stunde. Seit Jahrzehnten ist er mit Wohnmobilen unterwegs, heute mit mehr Komfort als früher. Dusche, WC und Küche sind inzwischen selbstverständlich, es zählt die Unabhängigkeit von stationärer Infrastruktur. Ganz ohne diese Einrichtungen für Wohnmobil-Nutzer geht es aber nicht. Hans Stegmeier will mit seinen im In- und Ausland erzielten Erfahrungen dazu beitragen, Schwäbisch Gmünd als Standort attraktiver machen.

Toll findet er, dass die Stadt vor Jahren den Wohnmobilplatz im Schießtal eingerichtet hat. "Heutigen Ansprüchen genügt er aber nicht mehr", sagt der Fachmann. Die Autos seien gewachsen, die aufgezeichneten Flächen zu klein für heutige Wohnmobilisten. Deshalb schlägt er eine kleine Erweiterung vor, "damit Besucher der Stadt auch einen Platz finden".

Gut findet Hans Stegmeier, dass der Gmünder Stellplatz kostenlos ist. Strom und Wasser gebe es am Münzautomaten. Vorteil sei auch die Nähe zur Innenstadt, die man fußläufig erreichen kann. Es gibt Einkaufsmöglichkeiten beim nahen Discounter.

Gründe dafür, dass die Stellplätze immer mehr genutzt werden. Das habe sich in den vergangenen Jahren richtig verstärkt. "Früher hat sich im Sommer kaum mal ein Wohnmobil dort verirrt", sagt Hans Stegmeier. Für die meisten Besucher reiche dieses Angebot aus. Würde man es ähnlich einem Campingplatz ausbauen, würden sicher tägliche Gebühren von 15 bis 25 Euro fällig, nach seiner Ansicht zu viel für Besucher, die lediglich mal die Stadt kennenlernen wollten. Solche "Kurzzeitparkplätze" – in Gmünd darf man höchstens fünf Tage bleiben – gibt es auch in anderen Städten und Regionen. Hans Stegmeier ist mit seiner Frau Christel Stegmeier viel unterwegs, auch in den neuen Bundesländern. In Mühlhausen in Thüringen gebe es einen richtig schön gestalteten Wohnmobilplatz, gelegentlich ist das Paar auch mit Freunden des Reisemobilclubs Ostalb unterwegs, der sich vor allem um touristische Höhepunkte kümmert – und die Erfahrungen im internen Kreis weitergibt. Weniger schöne Stellplätze oder solche mit großer Lärmbelastung seien im Kreis der Wohnmobilisten rasch bekannt.

Stegmeier regt an, den Standort Schießtal beizubehalten, ihn aber in den früheren Zugang zum Schießtal-Freibad zu verlegen. Dort befindet sich ein eher eingegrenztes Areal, Wasser- und Stromanschluss liegen in der Nähe. Eine Anregung, die der Geschäftsführer der Touristik- und Marketing GmbH, Markus Herrmann, aufgreift. Die finanzielle Lage erlaubte keine großen Sprünge. "Kleinere Verbesserungen im Schießtal sind denkbar." Eine ursprünglich angedachte Lösung auf dem freien Gelände an der Nepperbergstraße dagegen nicht. "Dort müssten wir einen deutlichen sechsstelligen Betrag investieren, um Wasser und Strom zu haben", sagt Markus Herrmann. Er favorisiert zwei Lösungen: Den (städtischen) Wohnmobilplatz im Schießtal, der aktualisiert werden kann. Einen weiteren Stellplatz vor dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände am Himmelsgarten. Dort würde ein privater Investor gegenüber dem Eingangstor Wohnmobil-Stellplätze bauen. Das lasse sich mit überschaubarem Aufwand realisieren.

Kleinere Verbesserungen im Schießtal sind denkbar.

Markus Herrmann T&M-Geschäftsführer

Wohnmobil-Besitzer nach Schwäbisch Gmünd zu locken, das ist für Markus Herrmann, "wichtiger denn je". Er ist überzeugt, dass Wohnmobilisten heute in der Stadt Geld liegen lassen, auch im Einzelhandel. Und Markus Herrmann weiß, dass auch im i-Punkt die Anfragen nach Wohnmobil-Stellplätzen zunehmen. Für Interessenten gibt es darüber hinaus einen Standort in Rechberg.

Der Campingplatz Schurrenhof hat insgesamt 160 Caravan-Stellplätze. Davon sind 140 für Dauercamper. Hans Stegmeier weiß, dass manche Besucher auch den Wohnmobilplatz am Freibad Heubach ansteuern. Dort können gleichzeitig sechs Fahrzeuge bis zu einer Länge von 9,50 Metern stehen – für drei Tage.

Christel und Hans Stegmeier sind oft mit dem Wohnmobil unterwegs und bringen hier ihre Erfahrungen ein.

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