Guten Morgen: Jürgen Steck über schwere Zeiten für Optimisten

Wenig drin im Glas

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Jürgen Steck

Wahrlich, das sind keine guten Zeiten, insbesondere für Menschen wie mich - für Optimisten, für Leute, bei denen das Glas eigentlich immer halb voll ist. Corona lehrte uns, die Optimisten, Demut.  Optimismus, der kam jetzt gerade wieder auf, weil ja das pandemische Ende abzusehen ist - anscheinend. Das Schlimmste überwunden - geht doch! Und jetzt: ein Krieg in Europa.

Halb voll? Es ist wenig drin im Glas. Auf der Suche nach dem Hoffnungsschimmer - vielleicht diese Dinge: dass Corona uns einen Schub gegeben hat, etwa im Digitalen und im Gesundheitswesen, ein Trost, ein schwacher. Und dass der Krieg uns einen Schub geben wird, was die Energiewende anbelangt. Und dass er, der Krieg, wieder eint, wo die Pandemie gespalten hat. Dass er den Blick schärft für Wesentliches, für Frieden und Freiheit.  Es ist recht wenig in der Waagschale drin für Positivdenker. Aber, und da bin ich wieder Optimist, es ist auch nicht nichts. 

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