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Wenn nicht drin, was draufsteht

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Manfred Moll über den denkwürdigen Besuch einer Weinstube

Man trabt mit seiner jungen Verwandtschaft durch eine Stadt in Tirol, auf dem Weg zu einem bestimmten Restaurant. Alle haben einen Mordshunger. Da fängt es an, zu gießen. Schnell ist klar: kein kurzer Schauer. Gibt's eine Alternative? Von schräg gegenüber verkündet die Leuchtreklame "Weinstube" zumindest einen trocken Zwischenstopp. Also rein in die Stube. Die Karte des Lokals ("Weinstube") benennt dann zwei Südtiroler Rotwein- und eine österreichische Weißweinsorte. Dafür aber fünf Sorten heimisches Bier. Und die Speisekarte listet Schnitzel und Codon Bleu in ungezählten Variationen auf. Jetzt lernen die Schwaben schnell, dass es auch ein Vorteil sein kann, wenn nicht drin ist, was draufsteht. Man entschließt sich, zu bleiben. Und erfährt noch ganz nebenbei, dass eine Barfrau eine Vertrauensperson sein muss. Warum? – "Wenn der Mann sowohl mit der Ehefrau wie auch mit der Geliebten ins gleiche Lokal geht", antwortet sie auf die Frage eines Gastes.

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