Guten Morgen

Wer nicht hört, fühlt eben

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Dagmar Oltersdorf
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Dagmar Oltersdorf über Worte, die den Körper nicht ölen können.

Eine neue, junge Yoga-Lehrerin. Die schon am Telefon ankündigt: es ist ein wenig sportlicher als bei meiner vorherigen Lehrerin. „Ich probiere es trotzdem“, denke ich mir. Sage es und ziehe los.  Nach der Entspannung folgt der sportliche Teil, nicht ganz unbekannt die Haltungen, aber schon 'ne Weile her. Man ging's ja in den eigenen vier Lockdown-Wänden nicht so diszipliniert an wie in einer hochmotivierten neunköpfigen Gruppe. Große Kobra und die Kriegerhaltung hat man da schon mal beiseite gelassen für ein paar Minuten liegen und atmen. Hier ziehe ich es durch und schlage die goldene Yogaregel in den Wind, auf den eigenen Körper zu hören. Ich höre weg. Allerdings nicht, als mir danach passable Fitness bescheinigt wird. Das geht runter wie Öl, klar. Aber die Stunde eben danach auch in die Knochen und Muskeln. Die kann man eben mit schmeichelnden Worten allein leider nicht ölen.

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