Kommentar Jürgen Steck

Wie Kai aus der Kiste

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über die Vorbereitung eines Beschlusses

Dass, wer baut, die Kosten im Blick haben muss und das Leben kein Wunschkonzert ist, das wissen die Leute, die in den Stadtsportverbänden in Aalen und Wasseralfingen die Interessen ihrer Mitglieder vertreten. Das sind übrigens gar nicht so wenige: Für 29 000 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer in Aalen spricht dieses Gremium. Insofern sollten diese Verbände gehört werden, wenn Pläne geändert werden, die sie betreffen. Und wenn es, anders als geplant, im neuen Kombibad weniger Schwimmbahnen geben soll und auch kein Lehrschwimmbecken, dann sind sie betroffen. Sie sollten eingebunden, vielleicht sogar, ja, in die Pflicht genommen werden, wenn es darum geht, dass bei den Kosten nichts aus dem Ruder läuft. Sie vor vollendete Tatsachen zu stellen – und nichts weniger bedeutet es, wenn der Gemeinderat an diesem Mittwoch das sogenannte "optimierte Gesamtkonzept" fürs Kombibad beschließen sollte, das plötzlich wie Kai aus der Kiste kam: Das ist ein Fehler, im Sport würde man sagen, ein vermeidbarer. Dies darum, weil die Chance zum Austausch von Argumenten vertan wurde. Die Chance, andere Möglichkeiten zu finden. Und auch, weil man so nicht miteinander umgeht. Der Gemeinderat, der Souverän, aber kann, um im Sportsprech zu bleiben, ja durchaus das Spiel noch einmal neu ansetzen.

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