Geistliches wort in der Corona-Krise

Wo kommt die Ausfahrt?

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Wer schon auf der Autobahn zwischen Geislingen und Ulm gefahren ist, kennt die Gefahr plötzlich auftretenden Nebels. So mancher ist dann im Anschluss an der gewünschten Ausfahrt vorbeigefahren.

Wer schon auf der Autobahn zwischen Geislingen und Ulm gefahren ist, kennt die Gefahr plötzlich auftretenden Nebels. So mancher ist dann im Anschluss an der gewünschten Ausfahrt vorbeigefahren. Die Pandemielage erinnert mich daran. Die sinkenden Zahlen und die beschlossenen, beziehungsweise in Erwartung gestellten Lockerungen sind mit einem Schlag wieder in Frage zu stellen. Dabei brauchen wir dringend eine Ausfahrt, denn Weiterfahren auf Sicht treibt viele Branchen in den Ruin und Kinder brauchen in jedem Fall die Sozialkontakte, die jetzt ermöglicht werden. "Wären wir doch in Ägypten geblieben", riefen die geflüchteten Hebräer Mose zu, denn der Weg ins gelobte Land war länger und beschwerlicher als erwartet. Gleiches steht uns bevor, aber es gibt im Nebel zumindest beleuchtete Leitplanken: Schnelltests, Masken, Abstand und Impfen. Es liegt an den politisch Verantwortlichen, dies System der Leitplanken auszubauen und an uns Bürgerinnen und Bürgern, im Nebel langsam und vorsichtig vorwärts zu gehen.

Manfred Metzger Pfarrer in Unterkochen und Ebnat

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