Wohnungslos: Wie Aalen helfen will

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Die Stadt Aalen hat ein Präventionsprogramm aufgegleist, um Wohnungslosigkeit vorzubeugen. Symbolfoto: pixabay

Über 300 Menschen in Aalen haben keine Wohnung. Wie künftig Wohnungslosigkeit vorgebeugt werden soll.

Aalen. Bezahlbare Wohnungen sind rar. Auch in Aalen. Das ist mit ein Grund dafür, dass die Zahl der Menschen ohne Wohnung steigt. Es sind Menschen, die über keinen mietvertraglich abgesicherten oder eigenen Wohnraum verfügen. In Aalen waren zum 31. Januar 2022 mehr als 300 Personen davon betroffen.

Um der Wohnungslosigkeit gezielt vorbeugen zu können, hat der Aalener Gemeinderat jetzt einstimmig ein konkretes Handlungsprogramm verabschiedet, das Menschen vor Wohnungsnot bewahren soll. Das ehrgeizige Ziel: Gefährdete und Betroffene engmaschig zu begleiten, damit sie in absehbarer Zeit in ein reguläres Mietverhältnis kommen. Denn: „Eine obdachlosenrechtliche Unterbringung soll nur vorübergehend in Anspruch genommen werden“, heißt es seitens der Stadtverwaltung.

Im Zentrum des Handlungsprogramms steht ein „begleitetes Mietverhältnis“. Dahinter steckt eine in Zusammenarbeit mit der Caritas Ostwürttemberg engmaschige sozialpädagogische Betreuung der von Wohnungslosigkeit Betroffenen oder Bedrohten. Für diese zunächst auf drei Jahre befristete Vereinbarung mit der Caritas sollen aus dem städtischen Haushalt jährlich 90 000 Euro fließen.

Aber Prävention allein reicht nicht aus. Deshalb soll ein Präventionsbudget von jährlich 20 000 Euro ab dem Jahr 2023 sicherstellen, dass die Stadt relativ rasch in einzelnen Notfällen helfen kann. Nach zwei Jahren will die Stadt das „Begleitete Mietverhältnis“ dann sach- und fachgerecht prüfen. 

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