Zitterpartie: Trägt das Fundament?

+
Aufbau der Halle: 13 auf 20 Meter misst sie.
  • schließen

Wie Unterstützer des Vereins „Zukunft für Nepal Ostwürttemberg“ vor Ort eine Ausbildungswerkstatt nach historischem Vorbild errichten.

Aalen. Gute Nachricht vom Hilfsprojekt des Vereins Zukunft für Nepal Ostwürttemberg (ZfN): Die zweite Lehrwerkstatt für die Ausbildung von Schreinern und Zimmerern im nepalesischen Bezirk Dhading steht. Zumindest als hölzerner Rohbau. Das Eichenholz für die Fachwerkkonstruktion der 13 auf 20 Meter großen Halle hatte eine niedersächsische Firma gespendet und zugeschnitten, ebenso etwa 30 Holzbearbeitungsmaschinen. Insgesamt fünf Schiffscontainer voller Material, das nach mehrmonatiger Reise auf dem Seeweg via Indien nach Nepal kam.

Eine Reisegruppe von der Ostalb war nun vor Ort und packte beim Aufbau der Halle mit an, darunter Vertreterinnen und Vertreter des Vereins ZfN mit der Vorsitzenden Petra Pachner, Studenten der DHBW in Heidenheim und der Chef der niedersächsischen Fachwerk-Baufirma, Emil von Elling, mit drei Mitarbeitern. Petra Pachner: „Die Container mussten entladen werden; drei, vier Tage lang haben wir nur geschleppt.“ Innerhalb von sieben Tagen stand dann der Rohbau.

Dem vorausgegangen war eine regelrechte Zitterpartie: Die Regenzeit zog sich ungewöhnlich lange hin, bis Anfang Oktober. Deshalb konnte das notwendige Betonfundament viel später als geplant gegossen werden. Doch es härtete gerade noch rechtzeitig aus, so dass die Reisegruppe aus Deutschland mit der Arbeit beginnen konnte.

Jetzt müssen noch die Gefache der Holzkonstruktion ausgemauert und ein Metalldach verlegt werden, dann wird die Halle mit Maschinen gefüllt. An den Holzbearbeitungsmaschinen sollen ab dem nächsten Jahr nepalesische Jugendliche angeleitet und ausgebildet werden im Bau von Möbeln, vor allem aber von erdbebensicheren Häusern aus Holz. Gerade sei man im Gespräch mit der nepalesischen Regierung über die Finanzierung des Materials, deutet Pachner an.

Die Containerfracht enthielt außerdem eine komplette Wasserkraftanlage mit Turbine, Generator und Ausrüstung, damit aus Wasserkraft Strom gewonnen kann. Auch diese Anlage war eine Spende aus Deutschland. Unter anderem mit Unterstützung der Firma Voith sollen nepalesische Jugendliche vor Ort zum Wasserkraftservicetechniker ausgebildet werden. Damit verbessern sich ihre Aussichten auf Jobs in der lokalen Wirtschaft und auf ein Einkommen, mit dem sie ihre Familien ernähren können. 

Kontakt zum Verein

Spendenkonto: Verein „Zukunft für Nepal Ostwürttemberg, IBAN: DE19 614 500 50 1000 900 642 bei der Kreissparkasse Ostalb. Kontakt: Petra Pachner, Gerokstraße 56, 73431 Aalen

Typische nepalesische Hütten aus Wellblech. Bei einem Erdbeben fallen sie in sich zusammen - eine große Gefahr für die Menschen.
Wie diese Familie leben die meisten Menschen in Nepal in solchen Wellblechhütten. Petra Pachner: "Diese Konstruktionen halten keinem Erdbeben stand."
Die meisten Menschen in Nepal leben in solchen Wellblechhütten. Petra Pachner: Diese Konstruktionen halten keinem Erdbeben stand.
Das Bauteam, unter anderem mit Vertretern des Vereins Zukunft für Nepal Ostwürttemberg, vor Ort bei Aufbau der Fachwerkhalle.

Zurück zur Übersicht: Aalen

Kommentare