Gemeinsam für den kranken Samuel: Viele Firmen stemmen den Badumbau

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Das behindertengerechte Bad für den siebenjährigen Samuel ist fertig. Bernd König von der Aalener Firma Vitus König übernahm die Leitung für den Umbau.
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Der Siebenjährige aus Aufhausen leidet an einer schweren Nierenkrankheit. Jetzt ist das durch Spenden finanzierte Bad endlich fertig. Wie es Samuel aktuell geht.

Bopfingen-Aufhausen. Am vergangenen Montag ist Samuel Schleehuber aus Aufhausen sieben Jahre alt geworden. Seine Kindheit ist alles andere als sorglos. Der Junge leidet an einer sehr selten ausgeprägten Form des „nephrotischen Syndroms“ - eine Nierenkrankheit, die im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Familie durch einen Spendenaufruf Geld für den Umbau des Bads gesammelt. Weil Samuel ein Dialysekatheter implantiert bekommen hat, durfte er Monate lang nicht mehr wie gewohnt baden oder duschen. Seit März sind die Umbauarbeiten endlich abgeschlossen - eine große Erleichterung für die ganze Familie.

Unternehmen packen an

Auf den Spendenaufruf im Oktober folgte eine große Hilfsbereitschaft. Innerhalb weniger Tage war das Spendenziel erreicht. Doch die Handwerkersuche brachte das Projekt ins Stocken. „Durch den Kontakt über Claudia Köditz-Habermann waren wir mit unserem Team sofort bereit zu helfen“, sagt Bernd König von der Firma Vitus König in Aalen. 

Samuels Mutter Yvonne Schleehuber ist gerührt vom Einsatz und der Zusammenarbeit der beteiligten Firmen: „Das sind die Helden der Aktion“. Viele der Firmen haben für dieses Projekt andere Baustellen verschoben, sagt sie. 

Beteiligt am Badumbau waren die Firmen Pfeiffer und May aus Aalen, Weber und Germani aus Neresheim, Beton Service Grupp aus Oberkochen, Fenster Gauermann aus Aalen, Sievers aus Oberkochen, Elektro Steidle-Emden aus Aalen, Mikula Silikontechnik, Saur Schreinerei aus Affalterwang und Vitus König aus Aalen.


Rückschlag durch Corona

Die Freude über das neue Bad und die erfolgsversprechende Therapie wurde vor wenigen Wochen getrübt. In der Reha hat sich die ganze Familie mit Corona infiziert. Für Samuels Gesundheitszustand eine Katastrophe. Corona habe die Nieren angegriffen, berichtet seine Mutter. Familie Schleehuber muss sich erneut mit einer Transplantation auseinanderzusetzen. Heilung verspricht die aber auch nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper die neuen Nieren wieder kaputt macht, sei hoch. Doch die Familie gibt nicht auf. Aktuell kämpft Samuel mit einer weiteren Therapie um den Erhalt der Nieren.

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