Bopfingen kauft Strom aus Wasserkraft ein

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Der Gemeinderat sagt Ja zu einem Angebot der EnBW ODR, obwohl es mehr kostet.

Bopfingen. Der Bopfinger Gemeinderat hat sich in seiner vergangenen Sitzung damit beschäftigt, welcher Strom zukünftig von der Stadtverwaltung und seinen Betrieben genutzt wird.

Da die EnBW ODR AG ein aktuelles Stromlieferungsangebot an die Kommunen versandt hat, besprach der Gemeinderat die neuen Stromlieferungen. Das Angebot lag um etwa 8 Prozent höher als der aktuelle Vertrag, was Mehrkosten in Höhe von 53 500 Euro im Jahr bedeutet.

Gleichzeitig bot der Stromlieferant die Möglichkeit, auf Strom aus 100 Prozent Wasserkraft aus Deutschland mit Herkunftsnachweis umzusteigen. Dieser Strom ist jährlich obendrauf 5500 Euro teurer. Der Rat stimmte zu.

Zwar kommt der Strom weiterhin als Mix aus der Steckdose, wie Bürgermeister Dr. Gunter Bühler erklärte, aber der Fingerabdruck beim CO2 ist geringer. Die Nachfrage nach Ökostrom steigt, deshalb soll dies ein ideeller Ansatz sein. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagte Bühler.

Schwimmkurse erwünscht

Aus der Bopfinger Bevölkerung kamen verstärkt Anfragen nach Schwimmkursen für Kinder. Immer mehr Kinder können nicht schwimmen, da im Lockdown die Bäder geschlossen waren.

Dies ist eine gefährliche Entwicklung. Gerade in den Jahrgängen 2008 bis 2010 herrscht hier ein Mangel. Bei der DLRG Trochtelfingen ist bereits ein „Schwimmkurs-Stau“ entstanden. Dieser soll nun abgebaut werden.

Die Stadt Bopfingen wird für die Schwimmkurse das städtische Hallenbad für vier Wochen im Juli zur Verfügung stellen – dann kann dieser Stau abgebaut werden. Weiterhin wird die Stadt in Zusammenarbeit mit der DLRG Trochtelfingen und DLRG Bopfingen weitere Schwimmkurse anbieten. „Wir werden dafür eventuell ein wenig von den Badezeiten im Hallenbad opfern“, sagte Gunter Bühler.

Unkraut auf der Laufbahn

Gemeinderat Dr. Berthold Herdeg sprach in der vergangenen Sitzung des Bopfinger Gemeinderates die Laufbahn im Jahnstadion an. Die Laufbahn ist in einem nicht sehr guten Zustand. Es wächst Unkraut. Da es sich um eine „Aschenbahn“ handelt, ist auch der Belag nicht mehr vorhanden. Sie sollte wieder für Läufer attraktiv und fit gemacht werden.

Zwar wird Leichtathletik in Bopfingen kaum als Sport betrieben, doch hat der TV Bopfingen eine Leichtathletikabteilung. Langfristig möchte die Stadt Bopfingen die Lauffläche ertüchtigen, doch fehlt dafür das Geld. Ein neuer Gesamtaufbau der Laufbahn, um sie wettbewerbstauglich zu machen, wäre von der Örtlichkeit möglich, doch lägen die Kosten bei über 50 000 Euro. Dabei müsste das Jahnstadion grundlegend saniert werden, was weitere Kosten mit sich bringt. Daher wurde in der Gemeinderatsitzung beschlossen, die Laufbahn wieder nutzbar zu machen.

Tennenrot kommt drauf

Dazu wird drei Zentimeter hoch Tennenrot – das rote Material einer „Aschenbahn“ – so aufgebracht, dass die Bahn wieder genutzt werden kann. Dabei rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten von circa 15 000 Euro.

Bei dieser Gelegenheit wies Bürgermeister Dr. Bühler auf die Bopfinger Vereinsstruktur hin. Die vielen kleinen Vereine sollten fusionieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Dieses Klein-Klein hat keine Zukunft“, betonte er.

Michael Scheidle

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