Bretzge-Areal: Belebung mit Hochdruck voranbringen

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Das Bretzge-Areal liegt noch Brach da und wartet auf einen Investor.
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Nach Investoren-Suche will Kirchheim nun Fördergelder beantragen. Wie es beim „Huften“ steht.

Kirchheim am Ries. Das Bretzge-Areal in Kirchheim am Ries liegt noch brach. Doch es wird mit Hochdruck an einem Plan zur Belebung gearbeitet. Die Gemeinde Kirchheim am Ries hat bereits einen Investor-Wettbewerb ausgeschrieben, der auf großes Interesse gestoßen ist. Gleichzeitig wurde eine Machbarkeitsstudie entworfen, die dem Bauausschuss vorgelegt wurde. Dort wurden dann einige Schwachpunkte diskutiert.

In der vergangenen Gemeinderatssitzung in Kirchheim am Ries stellte nun Claus-Peter Grimm vom Ingenieurbüro Grimm, Ellwangen, die überarbeiteten Pläne vor. Geplant war eine Tiefgarage, die von der Lange Straße aus angefahren werden sollte. Dieses würde aber eine circa drei Meter hohe Mauer zur Straße hin bedeutet. Somit wäre der Platz zur Lange Straße hin geschlossen, ein barrierefreier Zugang wäre nicht mehr ohne weiteres möglich. Geplante Bäume auf der Tiefgarage würden ein weiterer Kostentreiber sein, da diese speziell angesiedelt werden müssten. Insgesamt, mit Zufahrts- und Erschließungsstraße, würden die Kosten 1,05 Millionen Euro betragen.

Da diese Summe zu viel für den Kirchheimer Haushalt wäre hat Claus-Peter Grimm die Planung überarbeitet. In der vergangenen Gemeinderatssitzung zeigte er eine Planung ohne Tiefgarage, oder mit einer Einfahrt von Norden her, dann würde im Süden das Bodenniveau gehalten. Der gesamte Platz würde offener werden und ein barrierefreier Zugang von der Lange Straße aus, wäre möglich. Eine Treppe mit Sitzstufen könnte sich Grimm ebenfalls vorstellen. Da die Tiefgarage vom Investor gebaut werden müsste, sahen die Räte eine Erleichterung für die Finanzierung des Investors. Nach den neuen Plänen käme der Platz auf 890 000 Euro. Sollte es einen Zuschuss aus dem ELR-Programm des Landes Baden-Württemberg geben, rechnet die Gemeinde mit einem Betrag von 373 000 Euro. So blieben brutto 516 000 Euro Eigenkapital übrig. Nun wird mit diesen Zahlen der Antrag an das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum 2023 eingereicht.

Ebenfalls wurde in der Sitzung des Gemeinderates Kirchheim am Ries der Auftrag für eine Baugrunduntersuchung für die Erschließung des Huften-Areals, vergeben. Diese Untersuchung soll eine belastbare Auskunft über die Tragfähigkeit, Setzungsverhalten und dem Grundwasser geben. Daraus sollen Hinweise gewonnen werden, wie die Belange des Bodenschutzes bei der Planung zu berücksichtigen sind. Der Gemeinderat vergab für den Bruttopreis von 4640 Euro den Auftrag an die Firma Geotechnik Aalen GmbH & Co. KG.

⋌Michael Scheidle

Die Gemeinde Kirchheim hat einen Investoren-Wettbewerb für das Bretzge-Areal ausgeschrieben.
Wie ist die Bodenbeschaffenheit im Huften-Areal? Das soll eine Untersuchung klären.
Der Boden des Huften-Areals soll vor der Erschließung untersucht werden.

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