Corona-Mutante aus Brasilien in Kirchheim

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Zwei Fälle der brasilianischen Coronavirus-Mutante bestätigt. Aktuell plant der Landkreis keine Ausgangssperre.

Kirchheim. Wie berichtet sind in Kirchheim Corona-Fälle der brasilianischen Mutation aufgetreten. Die Variante gilt als infektiöser und unempfindlicher gegenüber Impfstoffen. Wissenschaftler bezeichnen sie als VOC - Variant of Concern -, zu denen auch die britische und die südafrikanische Variante zählen.

Eine Anfrage beim Landratsamt ergibt: „Aktuell gibt es zwei definitiv bestätigte Fälle mit der brasilianischen VOC“, sagt Kreissprecherin Katharina Oswald. Steht Kirchheim nun vor einer Ausgangssperre? „Im Moment wird davon ausgegangen, dass keine Ausgangssperre verhängt werden muss. Das Landratsamt erwägt aber, bei weiteren positiven Fällen in den kommenden Tagen Maßnahmen, wie etwa eine Ausgangssperre, anzuordnen“, meint Oswald hierzu.

Landratsamt: Lage in Kirchheim ist „unter Kontrolle“

Wie es die Mutante nach Kirchheim geschafft hat, ist offen. Es gehen Gerüchte über eine besonders fröhliche Vatertagsfeier um. „Dem Landkreis liegen hierzu keine Informationen vor“, sagt Oswald. Die gute Nachricht: „ Dank der schnellen und umfassenden Kontaktpersonennachverfolgung des Gesundheitsamtes konnten rasch Infektionsketten aufgezeigt und das Ausbruchsgeschehen eingedämmt werden“, ist von Katharina Oswald zu erfahren. Die Lage werde aktuell als „unter Kontrolle“ eingeschätzt. Daher plane die Kreisverwaltung im Moment auch keine besonderen Schritte.

 Die Zahlen für Kirchheim geben schon Anlass zu Besorgnis.“ 

Bürgermeister Willi Feige

Bürgermeister Willi Feige weilt im Urlaub, ist aber auf dem Laufenden, weil er stetig in Kontakt mit Rathaus, Stellvertreter und Ortsvorsteherin ist. Zur SchwäPo sagt Feige: „Die Zahlen für Kirchheim geben schon Anlass zu Besorgnis. Dass die Kreisverwaltung weitergehende Maßnahmen in Erwägung zieht, ist nachvollziehbar. Wir alle müssen zusammenhalten, Hygieneregeln und Kontaktverbote beachten, dann kommen wir an einer Ausgangssperre vorbei und hoffentlich rasch aus dieser Lage“, sagt er. Er wisse, dass die Fälle im Familienverbund aufgetreten und die Betroffenen seit einer Woche in Quarantäne seien.

Viele Kritiker der Coronamaßnahmen in Kirchheim?

Eine Leserin schreibt uns, dass es in Kirchheim auffallend viele Kritiker der Coronamaßnahmen und Querdenker gebe. Ist das der Grund? Die Aktion mit den Kinderschuhen am Rathaus habe gezeigt, dass es Kritik gibt in Kirchheim, räumt Feige ein, mehr aber nicht. Die meisten am Ort verhielten sich vernünftig und die Verwaltung nehme Corona sehr ernst und leiste ihren Beitrag. An den Schulen werde getestet und es gelte Maskenpflicht. Auch an Kindergärten werde getestet. Freiwillig versteht sich, aber das Angebot werde immer besser angenommen, weshalb beim Landkreis nun weitere „Lolli-Tests“ geordert wurden. Bei der Bürgertestung verweise Kirchheim auf das Angebot in Bopfingen. „Wir können diese Struktur nicht aufbauen. Ich denke aber, der Weg nach Bopfingen ist machbar“, sagt Feige.

Rubriklistenbild: © Klemm

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