Damit kein Stein zum Friedhof kullert

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schenknstein bröckelt

Der Fels an der ehemaligen Burg oberhalb Aufhausens löst sich. Wie eine Spezialfirma aus Würzburg das Sicherheitsproblem in den Griff bekommen will.

Bopfingen-Aufhausen

Der Kalkstein auf und um die Schwäbische Alb sorgt immer wieder für Probleme. Sehr leicht bröckelt er und es lösen sich Steine, die dann zu Tal rollen oder fallen.

So auch am Schenkenstein in Aufhausen. Da dort kein Bewuchs gepflanzt ist, können Steine bis zum Friedhof hinunterkullern.

„Es bestand keine erhöhte Gefahr“, sagt Klaus Böhm, Leiter für Tiefbau der Stadt Bopfingen. Es ging lediglich darum, vorzubeugen. Nach einer Untersuchung durch die Firma Geotechnik aus Aalen konnte hier schnell Entwarnung gegeben werden.

Die Spezialfirma Königl aus Würzburg ist in dieser Woche am Schenkenstein unterwegs, um die Sicherungsarbeiten vorzunehmen. Dazu wird der Stein mit Spritzbeton gesichert. Als Nebeneffekt wird dabei die Oberfläche des Kalksteins versiegelt.

Da Kalkstein sehr witterungsanfällig ist, kann so auch ein langfristiger Schutz erzielt werden. Damit die Optik gewahrt bleibt, wird der Spritzbeton eingefärbt oder verblendet. Das Landschaftsbild leidet durch diese Methode nicht.

Des Weiteren werden die Arbeiter der Firma Königl passive Sicherungsmaßnahmen treffen. Hierfür werden Felsfangzäune unterhalb der Felsen montiert.

Mit sogenannten ‚elastischen Barrieren‘ können sehr hohe Aufprallenergien aufgenommen werden. Die aufprallenden Steine werden damit dynamisch aufgefangen und die Energie an das gesamte System weitergegeben. Eine Methode, wie sie im alpinen Raum angewandt wird, etwa zur Sicherung von Straßen gegen Steinschlag..

Der Weg unterhalb des Schenkensteins gehört zu den beliebten Wanderwegen der Region. Von hieraus kann der Rundwanderweg in Richtung Breitwang und wieder zurück in Angriff genommen werden.

Es bestand keine erhöhte Gefahr.“

Klaus Böhm, Tiefbauamtsleiter

Zufahrt zum Friedhof bleibt tagsüber gesperrt

Bopfingen. Auf dem Schenkenstein steht in einer Höhe von 573 Metern der Turmfried der ehemaligen Burg Schenkenstein, der im Wappen des Ortsteils Aufhausen verewigt ist. Er ist neben einigen Mauerresten das letzte Überbleibsel der um 1130 erbauten Burg. Diese stand auf einem Felssporn, der nun gesichert werden muss. Für die Zeit dieser Arbeiten wird die Zufahrt zum jüdischen Friedhof und dem Friedhof Aufhausen tagsüber gesperrt. Über den seitlichen Eingang kann der Friedhof Aufhausen in dieser Zeit besucht werden.mj

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