Die Stumpfes auf Ostalb-Tournee

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Herrn Stumpfes Dorfkarawane weihte mit dem Musikverein Kirchheim vor hunderten Besuchern den neuen Festplatz standesgemäß ein.
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Mit einem musikalischen Umzug und einem Platzkonzert zog Herrn Stumpfes Zieh und Zupf Kapelle durch Riesrand und Virngrund. Auftakt war in Kirchheim.

Kirchheim am Ries

Pünktlich um halb zwei startete die Karawane im Klosterhof. Als Vorausfahrzeug ein Bulldog, von dem aus Süßigkeiten geworfen wurden. Dahinter das Bühnenfahrzeugs der Stumpfes mit den Musikern, die von dort aus ihre Songs spielten. Als Nachgang ein Traktor und die Feuerwehr, die mit ihren blauen Lichtern für die Lightshow sorgten.

So ging es durch die Langestraße, Felderstraße, Huftenstraße und auf dem Wört vor das Rathaus. Dort wurde die Band bereits von hunderten Besuchern und dem Musikverein Kirchheim erwartet. Der Applaus könnte bei Rock am Ring nicht expressiver ausfallen, als in dem Moment als die Karawane den neuen Festplatz erreichte.

„Endlich wieder auf einer Bühne“, freuten sich die Musiker und legten los. Unter den Zuhörern Bürgermeister Willi Feige, Landrat Dr. Joachim Bläse und Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter.

Aus allen Himmelsrichtungen waren Besucher zu diesem Ereignis nach Kirchheim gekommen. Die Freude, wieder draußen zu feiern, Live-Musik zu hören und ein Stück zurück zur Normalität zu kommen, war auf dem gesamten Gelände zu spüren.

Nach fünf Stücken der Stumpfes wurde unter Mithilfe des Musikverein Kirchheim die „Ostalbhymne“ angestimmt, und alle sangen lautstark mit. Da war es wieder, das so lange vermisste Gänsehautgefühl.

Der Musikverein verabschiedete die Gäste dann mit dem Fuhrmannslied und die Stumpfes machten sich auf die Reise zum nächsten Tourneehalt.

Im Anschluss fand dann die Einweihung des neuen Festplatzes statt. „Ich bin beeindruckt, wie viele Menschen heute hier sind“, freute sich Bürgermeister Willi Feige in seiner Ansprache. Er erinnerte an den Rathausneubau im Jahre 2009 und den damaligen Überlegungen den Platz als Festplatz zu gestalten.

Kultur ist ein Lebensmittel.“

Nicolai Gießler, evangelischer Pfarrer

Feige umriss auch die Planungen und den zukünftigen Nutzen des Areals. Insgesamt 104 000 Euro wurden in den neuen Festplatz gesteckt, davon kamen 50 Prozent aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum.

Landrat Dr. Joachim Bläse bedankte sich in seiner Rede beim Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter. Der Bund habe für den Kulturneustart dem Ostalbkreis 370 000 Euro zur Verfügung gestellt. „Wir brauchen wieder dieses Gemeinschaftsgefühl“, sagte der Landrat, der seinen ersten offiziellen Besuch in Kirchheim am Ries machte. Er freue sich auf den Kultursommer 2021 im Ostalbkreis. „Es gibt nichts Schöneres, als im Ostalbkreis zu leben“, stellte Bläse fest. Und an die Kirchheimer gewandt: „Sie haben einen Bürgermeister wie man ihn braucht.“

Der Landrat leitete dann über auf den kirchlichen Segen. Der evangelische Pfarrer Nicolai Gießler betonte, dass der Mittelpunkt eines Ortes ein Platz ist, an dem sich die Bevölkerung trifft und feiert. „Kultur ist ein Lebensmittel“, sagte Gießler.

Der katholische Pfarrer Stanislaus Wojaczek segnete anschließend den neuen Festplatz. Es war ein großartiger Tag für Kirchheim. Der Musikverein bewirtete und sorgte auch für die weitere musikalische Umrahmung. „Danke an die überwältigende Zahl an Kuchenspenden“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Bernd Essig. Der Verein war stolz, als erste auf dem neuen Festplatz spielen zu dürfen. Weitere Auftritte werden bestimmt folgen.

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