Dieses Jahr kein Storchennachwuchs im Sechtatal

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Die Störche sind in Itzlingen da, es fehlt der Nachwuchs.

Ursache sind wohl das schlechte Wetter und Verluste bei Nestkämpfen.

Itzlingen/Tannhausen. 2021 wird es an den beiden Weißstorch-Nestern in Tannhausen und Itzlingen keinen Storchennachwuchs geben. Das melden die lokalen Storchenbetreuer. Grund sind hierfür das schlechte Wetter und Verluste bei Nest-Kämpfen.

Zunächst schien es ein gutes Storchenjahr zu werden: Das Itzlinger Storchennest haben sich die beiden beringten Tannhäuser Störche zur Brut ausgesucht, nachdem im Vorjahr das Itzlinger Weibchen an einem Strommast umkam. Kurz nachdem Eintreffen wurde dann auch schon gebrütet. Leider waren die Wetterverhältnisse zum Zeitpunkt des Schlüpfens der Jungen sehr kalt und regnerisch, so dass das vermutlich einzige geschlüpfte Junge Mitte Mai tot aus dem Nest geworfen wurde.

Auch in Tannhausen auf dem Nest der dortigen St. Lukas Kirche lief zunächst alles erfolgversprechend: das durch die Abwanderung des bisherigen Storchenpaares nach Itzlingen frei gewordene Nest wurde schnell von einem anderen Pärchen angenommen. Bald wurde festgestellt, dass auch das neue Paar mit der Brut begann. In der Woche vor Pfingsten dürfte der Nachwuchs dann geschlüpft sein. Leider kam es am Morgen des Pfingstsamstags durch vier Fremdstörche zu heftigen Kämpfen mit dem anwesenden Storchenpaar, bei dem offensichtlich der Nachwuchs im Nest umgekommen ist. Eine Nachschau am Folgetag brachte die Erkenntnis, dass kein lebender Nachwuchs mehr im Nest ist.

Beide Storchenpaare sind dennoch an den Nestern vor Ort und verteidigen diese immer wieder gegen umherziehende Jungstörche, die mögliche Brutplätze für das kommende Jahr suchen. Zu einer Zweitbrut dürfte es dieses Jahr nicht mehr kommen. mj

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