Burgruine Flochberg ist wetterfest

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An der Mauer des Nordflügels war etwa ein Kubikmeter Mauerwerk nicht mehr zu retten. Um weitere Schäden zu verhindern, wurden die #Steine gesichert, unter anderem wurde viel Mörtel aufgetragen.
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Der Förderverein zur Erhaltung des Bauwerks hat die Nordseite fertig saniert. Wie die Witterungseinflüsse den Mauern zugesetzt haben und wie nun vorgebeugt wird.

Bopfingen-Flochberg

Wind und Wetter haben ihr ganz gehörig zugesetzt – der Ruine Flochberg. Deshalb wurde jetzt die Nordseite saniert. Die Mauerreste waren sehr brüchig und teilweise bestand die Gefahr, dass sie abrutschten. Der Förderverein zur Erhaltung der „Burgruine Flochberg“ musste daher handeln und die Seite nach Bopfingen sanieren und dabei sichern.

Im April 2021 starteten die Arbeiten, nun wurden sie mit der Endabnahme abgeschlossen. Die Wohncontainer sind bereits abgebaut und zu ihrem nächsten Einsatz gebracht worden. Jetzt ging es nur noch um die letzte Mauer des Nordflügels. Wie in den anderen Gemäuern auch, musste hier die Vorschicht abgetragen werden. „Wahrscheinlich wurden früher unsachgemäß Steine abgetragen,“ erklärt die Architektin Sandra Huth-Höfftinghaus vom ausführenden Ingenieurbüro Grau.Wurst. Wisotzki Gbr., die Spezialisten für solche Gemäuer sind.

Wettereinflüsse haben den Steinen zugesetzt, so dass sie gelockert wurden, sehr extrem an der mittleren Mauer. „Hier herrschte eigentlich Lebensgefahr,“ sagt Hansjörg Stepper von der ausführenden Baufirma August Wolfsholz. Der Überhang war zu groß und damit auch zu gefährlich. Circa ein Kubikmeter Mauerwerk war nicht mehr zu retten und musste abgetragen werden. Mit Edelstahlnadeln, die eingepresst und eingebunden wurden, konnten die Mauern nun gesichert und haltbar gemacht werden. Viel Mörtel wurde an diesen Stellen aufgetragen, um weitere Schäden an den Steinen zu verhindern. „Es war unser Problemkind,“ bestätigt die Architektin.

Regina Glorian, Schatzmeisterin des Fördervereines zur Erhaltung der Burgruine Flochberg, dankte der Firma August Wolfsholz für hervorragende Arbeit. „Wenn ich die Männer bei Wind und Wetter hier oben gesehen habe, hatte ich immer ein wenig Mitgefühl für ihre harte Arbeit“, sagte sie.

Nun ist die Sanierung offiziell abgeschlossen, aber ein Wermutstropfen bleibt. Da die mittlere Mauer unvorhergesehen schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, haben die Kosten die Planung von 280 000 Euro überschritten. „Uns fehlen jetzt 18 000 Euro“, erklärt Regina Glorian. Diese muss der Förderverein nun aufbringen. Das gelingt nur über Spenden.

Spenden: Der Förderverein zur Erhaltung der Burgruine bittet um Spenden auf dieses Konto: DE08 6006 9239 0008 6440 04 Stichwort: Nordflügel.

Bei der Besichtigung: Hansjörg Stepper und Sandra Huth-Höfftinghaus
v.l. Hansjörg Stepper; Regina Glorian; Sandra Huth-Höfftinghaus

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