Die Ruine Flochberg wird gesichert

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Im Foto (v.l.): Hansjörg Stepper (Firma August Wolfsholz), Franziska Wisotzki, Aylin Kücük (beide Ing.-Büro „Grau.Wurst.Wistotzki“), Martin Dreher (Vorsitzender Förderverein zum Erhalt der Burgruine Flochberg) und Bürgermeister Dr. Gunter Bühler.
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Der Förderverein zur Erhaltung der Burgruine hat ein Ingenieurbüro und eine Baufirma beauftragt, das von Kaiser Barbarossa erbaute Gemäuer zu sanieren. Das steht jetzt an.

Bopfingen-Flochberg

Die Witterung hat den Mauern der Ruine Flochberg zugesetzt. „Vor allem hat der kalte Winter nochmals einen Schub gegeben“, sagt Franziska Wisotzki von Ingenieurbüro „Grau.Wurst.Wisotzki.“.

„Es war höchste Zeit für die Sanierung“, stellt auch Martin Dreher, Vorsitzender des Fördervereins zur Erhaltung der Burgruine Flochberg fest. Es sei bereits riskant geworden, auf den Mauern zu stehen. Vereinzelt hätten sich bereits Steine von der Mauer gelöst. Viele Besucher der von Kaiser Barbarossa erbauten Burg posten Bilder im Internet von den leicht zu erreichenden Mauerresten. „Schilder weisen darauf hin, dass das Begehen der Mauern verboten ist, aber einige halten sich nicht daran“, sagt Martin Dreher.

Seit April laufen die Sanierungsarbeiten an der Ruine. Weithin sichtbar ist das Gerüst am ehemaligen Herrenhaus, mit dem begonnen wurde. Zusammen mit Martin Dreher besucht jetzt Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler die Arbeiten. Er lässt sich von Franziska Wisotzki und Hansjörg Stepper von der ausführenden Baufirma August Wolfsholz die umfangreiche Sanierung erklären.

Dabei erfährt das Stadtoberhaupt, dass nun frostsicheres Material aufgebracht wird. Die Mauerkronen auf der Nordseite der Ruine sollen neue Kalksteine erhalten und mit sogenanntem Trass-Kalk im Spritzverfahren stabilisiert werden.

Die nächsten Schritte sind die Verfestigung und die sogenannte Vernadelung der Mauern.

Franziska Wisotzki zeigt auf der Mauerspitze des Herrenhauses, wie damals gebaut wurde. „Die äußere Schale ist eigentlich nicht mehr vorhanden“, sagt sie.

Schwieriger Gerüstbau

„Schwierig war der Aufbau des Gerüsts“, erklärt Hansjörg Stepper, da das Material erst auf die Anhöhe und dort gesichert aufgebaut werden musste, zu einer Zeit als stürmisches Wetter war.

Doch alles steht fest und sicher. Das Wetter spielt auch mit. Die kurzen Gewitterschauer reißen keine Lücke in den Zeitplan.

Dieser sieht vor, bis in circa drei Wochen mit dem Herrenhaus fertig zu werden. Dann soll es an der mittleren Nordmauer weitergehen.

Dr. Gunter Bühler schlägt bei der Besichtigung vor, einen Bauforscher auf die Ruine schauen zu lassen. Eventuell könnte über eine geomagnetische Untersuchung des Untergrundes nachgedacht werden. „Möglicherweise können wir dann die Burg leichter rekonstruieren“, hofft Bühler. Dann könnte noch spannend um die Ruine Flochberg werden, meint das Stadtoberhaupt.

Die äußere Schale ist eigentlich nicht mehr vorhanden.“

Franziska Wisotzki, Ingenieurbüro Grau.Wurst.Wisotzki.

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