Flochberg hat ein neues Schmuckstück

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Am Eingang hängt das Marienbild von Susanne Scholz. v.l. Bürgermeister dr. Gunter Bühler, Thomas Kaufmann, Anita Rau, Pfarrer Joachim Meckler, Bernd Liebel.
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Lichtdurchflutet, hell und einladend: Gemeindehaus Mariä Heimsuchung feierlich eingeweiht. Was den Neubau so besonders macht.

Bopfingen-Flochberg

Die Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung hat ein neues Schmuckstück: das Gemeindehaus gegenüber der Wallfahrtskirche. Dieses neue Marienheim wurde am Sonntag offiziell eingeweiht.
Seit 16 Jahren ist es ein Wunsch von Pfarrer Hubert Klimek, ein Gemeindehaus neben der Kirche zu haben. Lange hat es gedauert und mit vielen Schwierigkeiten war es verbunden, nun steht ein gemeinsames Ensemble in der Marienstraße. Kirche und Gemeindehaus sind nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich hervorragend. „Jedes Gebäude ist Zeuge seiner Zeit,“ sagte der ausführende Architekt Bernd Liebel.
Pfarrer Hubert Klimek konnte bei der Einweihung nicht dabei sein, er lag krank im Pfarrhaus. So wurde der Festakt durch Pfarrer Joachim Meckler geleitet. Philip Schmid steuerte zwischen den Ansprachen Musikstücke am E-Piano bei.

In seiner Begrüßung erzählte Joachim Meckler von Anneliese Wolwert aus Neckarsulm, die Pfarrer Klimek in jungen Jahren kenngelernt hatte, und ihrem Testament, in dem sie die Kirchengemeinde von Klimek als Erbin eingesetzt hatte - ein wichtiger Stein zur Finanzierung des Projektes. Ebenso wichtig waren die Spenden der Gottesdienstbesucher in der Wallfahrtskirche, die zu 80 Prozent aus dem Umland von Flochberg kommen. Meckler lobte das nie enden wollende Engagement von Thomas Kaufmann, der als Vorsitzender des Kirchengemeinderates mit sehr viel Herzblut den Bau umgesetzt habe.

Da das bisherige Marienheim, an der Grenze zwischen Schloßberg und Flochberg, nicht wirtschaftlich renoviert werden konnte, war ein Neubau notwendig geworden. 21 Monate dauerte die Bauzeit, die sich durch Corona verzögerte. Das Gebäude ist barrierefrei und energieeffizient gebaut. „Wir wollten ein Haus für alle Generationen haben“, sagte Thomas Kaufmann. Er betonte, dass die Kirchengemeinde hinter dem Projekt gestanden habe.
Das neue Marienheim ist durch eine große Glasfront lichtdurchflutet. Das Atrium als Übergangsraum vom Parkplatz zum Innenraum, der Innenraum mit Blick zur Kirche - alles wirkt hell, freundlich und einladend.
Architekt Bernd Liebel lobte den Mut der Bauherren, diesen Stil umgesetzt zuhaben. Wichtig war ihm auch, dass Firmen aus der Region zum Zuge gekommen sind.
Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler erinnerte an die emotional schwierige Entscheidung für den jetzigen Standort. Flochberg und Schloßberg leben mit ihrer Wallfahrtskirche, die ortsprägend ist. Bühler sagte, dass sich in den neuen Räumen alle wieder zusammenfänden. „Immer die, die was tun, bekommen auch Ohrfeigen,“ sagte der Schultes und erinnerte an den Neubau des Bopfinger Rathauses. „Hier soll das Miteinander im Vordergrund stehen.“

Am Eingang begrüßt ein Marienbild die Besucher. Gemalt wurde es von der Lauchheimer Künstlerin Susanne Scholz. Vier Tage hat sie daran gemalt, trotz eines Armbruchs, erzählt sie. „So gut ist es bei mir noch nie gelaufen“, freute sie sich.
„Wir sind endlich am Ziel angekommen“, sagte ein sichtlich erleichterter Thomas Kaufmann.

Wir wollten ein Haus für alle Generationen

Thomas Kaufmann, Vorsitzender Kirchengemeinderat
  • Am 27. März und am 3. April findet von 14 bis 17 Uhr der „Tag der offenen Tür“ im neuen Gemeindehaus statt. Dann hat die Bevölkerung die Möglichkeit sich das Haus anzuschauen. Es gibt auch Kaffee und Kuchen gegen eine Spende für das neue Gemeindehaus.
Pfarrer Joachim Meckler weihte, in Vertretung des erkrankten Hubert Klimek, das neue Gemeindehaus der Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung ein.
Durch große Fensterfronten und das Atrium kommt viel Licht ins neue Gemeindehaus. V.l. Bürgermeister Dr. Gunter Bühler, Vorsitzender des Kirchengemeinderates Thomas Kaufmann, stellveretretende Vorsitzende Anita Rau, Pfarrer Joachim Meckler, Architekt Ber

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