Wallfahrtsfest mit Weihbischof

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Weihbischof Dr. Gerhard Schneider predigt im Pfarrgarten in Flochberg frei.

Feste zu feiern ist in Corona-Zeiten eine organisatorische Herausforderung. So hat die Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung die Sache gelöst.

Bopfingen-Flochberg

Die Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung in Flochberg feiert immer am zweiten Sonntag im September ihr Wallfahrtsfest. In diesem Jahr, wie alles andere, ein wenig anders. Der Pfarrgarten hinter der Kirche war gefüllt – mit den wichtigen Abständen – von Gläubigen. Diese waren auch vom Härtsfeld, Kochertal und Jagsttal zur Wallfahrt angereist. Zusammen mit Weihbischof Gerhard Schneider, feierten sie den Gottesdienst bei herrlichem Sonnenwetter.

Die Reimlinger Musikanten unterstützen musikalisch. "Sie sagen nicht ‚nein‘, wenn sie gefragt werden"´, sagt Pfarrer Hubert Klimek. Im Vorfeld bedankte er sich bei allen, die dazu geholfen haben, um dieses Fest in diesem Jahr möglich zu machen. Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine sowie als Vertreter der Stadt Bopfingen Bürgermeister Dr. Gunter Bühler und sein Stellvertreter Thomas Trautwein waren zu diesem besonderen Gottesdienst gekommen.

Bevor der offizielle Teil des Gottesdienstes begann, wurde von den Versammelten das "Wallfahrtlied" angestimmt. "Es ist nicht üblich, so zu beginnen, aber in diesen Zeiten muss das gesagt werden", begann Weihbischof Gerhard Schneider mit einer Dankansprache seine Predigt. Dann erzählte er eine Begebenheit aus seiner Zeit als Pfarrer. Von zwei Frauen und den unterschiedlichen Biografien. Doch jede deutet ihr Leben anders. So schafft er den Übergang zu Maria, die Vertrauen hatte, welches wir in diesen Tagen ebenfalls benötigen. "Denn für Gott ist nichts unmöglich," ist sein Aufruf an die versammelte Gemeinde. Es ist eine besonders eindringliche Predigt, die er freisprechend, vor dem Altar vorträgt. Er schaut die Menschen an, geht auf sie zu und seiner angenehmen Stimme möchte man länger lauschen.

Für Gott ist nichts unmöglich.

Dr. Gerhard Schneider Weihbischof

Bereits am Samstag wurde im Pfarrgarten eine Eucharistie mit anschließender Lichtdanksagung gefeiert. Weder am Samstag noch Sonntag gab es Vorführungen. "Wir können das in Corona-Zeiten leider nicht machen," sagt der zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates Thomas Kaufmann. Aber nach dem sonntäglichen Gottesdienst gab es Weißwürste und Wiener Würstchen sowie Getränke gegen eine Spende zugunsten des neuen Gemeindehauses. Vom Pfarrgarten kann die Entwicklung des Baus begutachtet werden. "Ende 2021, Anfang 2022 soll es fertig sein," so hofft Thomas Kaufmann.

"Dann bietet es einen guten Kontrast zum Pfarrgarten." Gerade für das Wallfahrtsfest wäre es dann bei schlechtem Wetter eine Alternative.

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