Gemeinsam Notleidende unterstützen

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Aktuell werden die Räumlichkeiten von vielen fleißigen Helfern renoviert. Bald sollen bis zu 40 Geflüchtete in das ehemalige Abteigebäude des Klosters einziehen.

Bis zu 40 Geflüchtete sollen bald in das ehemalige Abteigebäude des Klosters in Kirchheim am Ries einziehen. Derzeit werden die Räumlichkeiten renoviert.

Kirchheim am Ries

Wenn Bürgermeister, evangelischer Pfarrer und katholischer Kirchengemeinderat gemeinsam mit vielen anderen den Pinsel schwingen, geschieht dies meist für den guten Zweck.

So geschehen in Kirchheim am Ries: Bis zu 40 Geflüchtete sollen bald in das ehemalige Abteigebäude des Klosters einziehen. Bevor es soweit ist, werden die Räumlichkeiten mit ehrenamtlichem Engagement renoviert und liebevoll hergerichtet. Im einstigen Wohntrakt der Äbtissin der früheren Zisterzienserinnenabtei Mariä Himmelfahrt zu Kirchheim am Ries sollen schon bald Menschen Zuflucht finden, die aus dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. Das Abteigebäude, das bis 2011 ein Altenheim war und vor einigen Jahren bereits Geflüchtete beherbergte, bietet viele Vorteile, wie Bürgermeister Danyel Atalay erklärt: „Aufgrund der ehemaligen Nutzungen sind einige Sanitärräume vorhanden, die große Küche lädt zur Begegnung und zum gemeinsamen Essen ein. Kinder können bei gutem Wetter sicher im Klosterhof und im weitläufigen Klostergarten spielen. Kindergärten und Grundschule sind fußläufig erreichbar.“

Er dankt der katholischen Kirchengemeinde, dass sie das Abteigebäude erneut als Unterkunft in einer Notsituation zur Verfügung stelle. Unter Anleitung des evangelischen Pfarrers Nicolai Gießler, der die Renovierungsarbeiten koordiniert und sich sehr tatkräftig in der Flüchtlingshilfe engagiert, konnten am Wochenende Böden abgeschliffen und Wände gestrichen werden.

Noch ist viel zu tun, die Zeit bis zum geplanten Einzug nach Ostern denkbar kurz. Die Beteiligten wollen es unbedingt schaffen, bis dahin eine gemütliche Atmosphäre in die historischen Hallen zu bringen. Dass Zusammenhalt, Solidarität und Tatkraft in der Gemeinde Kirchheim am Ries ganz besonders ausgeprägt sind, davon konnte sich Bürgermeister Danyel Atalay in den ersten Wochen im Amt überzeugen. „Es ist großartig, wie die Menschen sich hier mit viel Herzblut für notleidende Personen einsetzen. Es würde uns sehr freuen, wenn sich noch weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer finden, die uns bei den Renovierungsarbeiten unterstützen und helfen, die Wohnungen auszustatten.“ Dabei fügte der Bürgermeister an: „Auch brauchen wir Engagierte, die die Menschen beim Ankommen in Kirchheim und im Alltag unterstützen.“

Per Mail melden

Wer unterstützen möchte, kann sich bei der Initiative „Humanitäre Hilfe Ipf Ries“ unverbindlich unter der Mailadresse ipf-ries-hilfe@gmx.de melden oder sich auf der Homepage eveeno.com/hhir eintragen.

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