Hilfskonvoi von Dirgenheim zur ukrainischen Grenze

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Kiga Putschögl packt Medikamente in eines der Wohnmobilie, mit denen sie, ihr Mann Johannes und weitere Helfer am Freitag in Richtung Ukraine fahren.
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Kinga und Johannes Putschögl starten mit Wohnmobilen eine Hilfsaktion, liefern Medikamente und holen Kriegsflüchtlinge.

Kirchheim-Dirgenheim/Ukraine. Sie wollen helfen. Deswegen starten Kinga und Johannes Putschögl an diesem Freitag mit einem Hilfskonvoi in Richtung ukrainische Grenze. Die Putschögls leben, wohnen und arbeiten in Dirgenheim bei Kirchheim am Ries, wo die beiden ihren Wohnmobilverleih, „Kings Wohnmobilvermietungen“ haben. Mehr als zehn Fahrzeugen vermieten sie normalerweise an Menschen, die in den Urlaub fahren wollen. Eine große Anzahl von diesen Fahrzeuge steht jetzt im Zentrum der Initiative von Kinga und Johannes Putschögl. Mit den Fahrzeugen wollen sie am Freitag, 4. März, starten, um in der Ukraine dringend benötigte Hilfsgüter an die Grenze des von Russland überfallenen und verwüsteten Landes zu führen. „Hauptsächlich sind es Medikamente, die fehlen“, sagt Kinga Putschögl im Gespräch mit dieser Zeitung, die diesbezüglich mit dem Roten Kreuz in Kontakt steht, wie sie erklärt. Ganz konkret nennt sie Paracetamol und Ibuprofen sowie Verbandszeug. Sie haben mit Unterstützung durch die Gemeinde und der Kirchengemeinde schon einiges an Hilfsgütern und auch etwas Spritgeld zusammengebracht. Aber es soll noch mehr werden. „Es wäre klasse, wenn wir noch mehr Medikamente hätten“, sagt sie. Und, nein, Decken oder Schlafsäcke und Kleidung, das werde nicht gebraucht. Es gehe wirklich um die genannten Medikamente.

Ziel: Auf dem Rückweg Kriegsflüchtlinge mitnehmen

Doch mit den Hikfstransport ist die Mission der Putschögls noch nicht beendet. Die nach der Lieferung dann leeren Fahrzeuge möchten sie nutzen, um möglichst viele Menschen, die aus der Ukraine fliehen müssen, mitzunehmen und in Sicherheit zu bringen in den Ostalbkreis. Sie selbst, sagt Kinga Putschögl, werde Flüchtlinge aufnehmen – und sei mit der Gemeinde in Kontakt wegen weiteren Unterkunftsmöglichkeiten, damit die Menschen zumindest zu Beginn ihrer Zeit in Deutschland eine Bleibe haben. 

Wo man am Donnerstag Medikamente abgeben kann

Wenn SchwäPo-Leserinnen und Leser Medikamente, Ibuprofen und Paracetamol sowie Verbandszeug, spenden möchten: Diese können noch an diesem Donnerstag direkt in Dirgenheim in der Brühlgasse 2 abgegeben werden. Dort ist die Wohnmobilvermietung.  „Wir sind den ganzen Tag über da, einfach vorbeibringen“, sagt Putschögl. Und von dort soll es am Freitagmorgen um 6 Uhr losgehen in Richtung Ukraine – je nachdem, welche Route die insgesamt acht Faherinnen und Fahrer wählen, liegt dann eine Strecke von zwischen 1000 und 1300 Kilometern vor ihnen.

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