Im Konvoi zum Klimaschutzziel

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Klimaneutralität ist das Ziel von Kirchheim. Dafür soll nun eine Strategie erstellt werden. Foto: Pixabay
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Wie Kirchheim am Ries mit Kommunen aus der Umgebung gemeinsam eine Strategie zur Abkehr von fossilen Brennträgern erstellt und wie es um die Kita-Plätze steht.

Kirchheim am Ries

In der letzten Sitzung 2022 des Kirchheimer Gemeinderates, standen einige wichtige Punkte auf der Tagesordnung, darunter die freiwillige kommunale Wärmeplanung.

Zu Gast war Florian Schirle von der Hochschule Aalen, die dieses Projekt begleitet. Diese Wärmeplanung ist für Gemeinden über 10000 Einwohner verpflichtend. Bei Gemeinden unter 5000 Einwohnern ist diese freiwillig und wird nur dann gefördert, wenn sich mindestens drei Gemeinden zu einem Konvoi zusammenschließen.

Kirchheim am Ries möchte sich zu diesem Zweck mit Tannhausen, Stödtlen, Unterschneidheim und Riesbürg verknüpfen. Das Ziel sind die Klimaschutzziele bis 2040 zu erreichen. Dazu soll in den Gemeinden eine Bestandsanalyse erfolgen. Im zweiten Schritt wird das Potenzial für erneuerbare Energien ermittelt, um im dritten Schritt ein Zielszenario aufzustellen. Am Ende steht eine Wärmewendestrategie. So soll Kirchheim am Ries den Weg von Verbrennern zur Wärmegewinnung hin zu erneuerbaren Energien finden.Die Kosten für die Erstellung eines Szenarios für klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2040 sollen 5000 Euro betragen. Gemeinderat Jochen Gloning fragte nach dem Vorteil, den die Gemeinde daraus bekomme. Florian Schirle erklärte, dass hier Synergie zwischen den Gemeinden zusammengeführt werden könnten. Der Gemeinderat schloss sich dem Konvoi mit einer Gegenstimme an.

Kindergartenbedarf steigt

Auf Grund der kommunalen Bedarfsplanung für die Kindergärten in Kirchheim am Ries, hat die Gemeinde ermittelt, dass für Ü3-Kinder zu wenig Plätze zur Verfügung stehen. 59 Betreuungsplätzen stehen nach dieser Prognose 70 Kinder gegenüber. Zwar wurde bei der jetzigen Anmeldung anstatt 13 nur fünf fehlende Plätze ermittelt, dennoch soll für die Zukunft gesorgt werden. Dazu soll nun der evangelische Kindergarten in Kirchheim am Ries erweitert werden, wie der Gemeinderat in einer nicht öffentlichen Sitzung beschloss. Nach einer Grobschätzung werden sich die Gesamtkosten auf circa 1,025 Millionen Euro belaufen. Nun soll ein Antrag im Ausgleichsstock gestellt werden. Dieser muss nach der Verabschiedung des Haushaltsplanes 2023 eingereicht werden. Die Verwaltung hofft auf eine Förderquote von 50 Prozent. Um den Antrag stellen zu können, muss ein detaillierter Entwurfsplan und eine exakte Kostenberechnung vorliegen. Die Planungen wurden für 114 000 Euro an das Büro „ACT planen und bauen GmbH“ in Rainau vergeben. Die Planungen für Elektroinstallationen gingen für 15 500 Euro an das Ingenieurbüro Kummich & Weißkopf, Bopfingen. Die HLS-Anlagen-Planung wurde für 21 000 Euro an Josef Spielmann Ingenieurbüro für Versorgungstechnik GmbH & Co. KG in Ellwangen vergeben. Gemeinderat Friedrich Götz bemängelte die hohen Kosten für die Planung. „Ich war selbst geschockt, aber es ist leider notwendig“, gab Atalay zur Antwort.

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