In Bopfingen wird das Sperber-Areal neu geordnet

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Ein Blick auf große Teile des Gebietes „Stadtmitte-Ost, Konversion Gewerbegebiet“. Hier soll sich in den kommenden Jahren vieles verändern. Die Samariterstiftung plant einen Neubau, ansonsten kann hier Wohnbebauung und „nicht störendes Gewerbe“ entstehen.
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Gemeinderat benennt die geplante Erschließungsstraße nach Wilhelm Sperber.

Bopfingen. Wie wichtig Arbeitsplätze für das immer noch eher monostrukturelle Bopfingen sind, das hat jüngst die Entscheidung bei Magna gezeigt, die die Stadt viele Jobs kosten wird. Für Bürgermeister Dr. Gunter Bühler ist daher klar, „dass die Stadt bestehende Unternehmen in ihrer weiteren Entwicklung aktiv begleiten will“.

Ein wichtiger Akteur hier ist die VAF. Das Unternehmen ist wirtschaftlich erfolgreich und will weiter wachsen. Der Standort an der Bergstraße ist aber begrenzt, Entwicklungsflächen dort sind nur schwer zu schaffen. Raum für Wachstum schafft aber der Plan der Samariterstiftung, ihre bestehende Einrichtung in der Bergstraße durch einen Neubau auf dem Sperber-Areal zu ersetzen.

In diesem Zuge will die Stadt das gesamte Areal zwischen Bahnhofstraße und Nördlinger Straße langfristig überplanen. Eine Satzung über das Sanierungsgebiet „Stadtmitte Ost - Konversion Gewerbeflächen“ hat der Gemeinderat bereits im Februar erlassen.

Inzwischen gab es auch eine Einigung mit den Besitzern des Sperber-Areals. „Die Entwicklung dort wird insgesamt im Benehmen mit der Familie Sperber vollzogen. Die Gespräche waren allesamt sehr konstruktiv, die Familie sieht die Not und ist konstruktiv mitgegangen. Dafür bedanke ich mich recht herzlich“, sagt Bühler im Gespräch mit der SchwäPo. Der erste Schritt in der Neuentwicklung sei damit getan.

Langfristig denkt Bopfingen bei der Gestaltung des Areals „Stadtmitte Ost“ für die Nutzung an „Wohnen und nicht störendes Gewerbe“, wie Bühler sagt.

Sichtbar werden wird die Neuordnung zu Beginn durch eine neue Straße, die die Stadt durch das Areal plant. Die Zufahrt erfolgt von der Bahnhofstraße aus. Gebaut wird zwar noch lange nicht, aber einen Namen für die Straße hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bereits festgelegt. „Wilhelm-Sperber-Straße“ soll diese heißen.

Damit wollen Stadtverwaltung und Gemeinderat einen persönlichen Bezug zum ehemaligen und maßgeblichen Ziegeleibesitzer Sperber herstellen. Wilhelm Sperber hat sich große Verdienste um die gewerbliche Entwicklung Bopfingens und vor allem um den Aufbau der BAG hier gemacht. 1919, so Bühler im Gemeinderat, habe Wilhelm Sperber die BAG gegründet und bis 1958 sei er dort im Vorstand gewesen. Bereits 1909 habe Sperber einen Brennofen entwickelt. Der Baustoffhandel Sperber sei viele Jahre einer der größten weit und breit gewesen. Viele Jahre habe sich Sperber zudem als Stadtrat für Bopfingen engagiert. Im Jahre 1954 wurde das vielfältige Wirken von Wilhelm Sperber mit der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt.

„Das ist eine feine Sache, die Straße nach einem Bopfinger zu benennen, der dies sehr verdient hat, und dass die Straße über das ehemalige Sperber-Areal führt, passt doch perfekt“, sagte CDU-Chef Thomas Trautwein, und sprach damit für alle im Gemeeinderat. Martin Simon

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