Ins Bädle muss Frischwasser

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Zur Befüllung eines privaten Schwimmbeckens wurde die Feuerwehr angefragt

Kirchheim am Ries. Im vergangenen Sommer wurden in vielen Gärten Schwimmbecken aufgestellt, um den Urlaub daheim zu genießen. Dies hat zu einer unbefriedigten Situation geführt, da einige Schwimmbadbesitzer bei der Gemeinde Kirchheim den Erlass der Abwassergebühr beantragten. Gelegentlich wurde auch die Freiwillige Feuerwehr zur Befüllung angefragt.

Bürgermeister Willi Feige stellte in der Sitzung dazu einige Dinge klar. Das Befüllen müsse mit Frischwasser aus dem Trinkwassernetz erfolgen, somit über den häuslichen Wasserzähler. Eine Entnahme aus Hydranten könne aus hygieneschutzrechtlichen und auch technischen Vorgaben nicht erfolgen. „Eine Entnahme ohne Wasserzähler gilt als Wasserdiebstahl und kann strafrechtlich geahndet werden“, sagte Feige.

Da die Abwassergebühr grundsätzlich an den Wasserverbrauch gebunden ist, könne hier keine Befreiung erteilt werden. Das Wasser aus Schwimmbecken sei aus wasserwirtschaftlicher Sicht Abwasser und müsse in den öffentlichen Kanal geleitet werden. Das Wasser würde den Gebrauch verändert und gelte als Schmutzwasser. Durch das Baden werde das Wasser nachhaltig verändert, allein durch Verschmutzungen wie Laub, Sand, Haare, Sonnencreme und Schweiß.

Eine Befüllung mit Brunnenwasser sei erlaubnispflichtig und aus hygienischen Gründen sehr bedenklich. Michael Scheidle

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