Kandidatenvorstellung: Interessante Ideen für Kirchheim

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v.l. Stephan Slavik; Willi Feige; Danyel Antalay
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In der Festhalle und per Livestream stellten Stephan Slavik und Danyel Atalay Ihr Wahlprogramm und ihre Vorstellungen von Kirchheims Zukunft vor.

Kirchheim am Ries

Am 5. Dezember wird in Kirchheim am Ries ein neuer Bürgermeister gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Willi Feige wird nach drei Amtsperioden nicht mehr zur Wahl stehen. Am Montag hatte die Kirchheimer Bevölkerung die Möglichkeit, die Kandidaten kennenzulernen. Bereits seit Wochen sind Stephan Slavik und Danyel Atalay in der Gemeinde unterwegs, sprechen mit den Bürgern, hören auf die Probleme und machen sich Gedanken, wie Kirchheim weiterentwickelt werden könnte.

Nun war die Gelegenheit, die beiden Bürgermeisteranwärter in einem direkten Duell zu erleben. 78 Bürger unter strengen Corona-Auflagen in der Festhalle und weitere 300 zu Hause am Live-Stream verfolgten den Abend.

Willi Feige führte durch den Abend und konnte in der Halle die Gemeinderäte, Ortsvorsteher und Vereinsvorsitzende begrüßen. Der Gemeinderat hatte in seiner vergangenen Sitzung schnell reagiert und die aktuellen Corona-Bedingungen umgesetzt. Willi Feige sprach von einem Novum in der Geschichte Kirchheims. „Erstmals haben wir eine Wohnzimmer-Veranstaltung.“

So konnte, dank Dominik Wolf und seinem Team, im geschützten Familiären Umfeld die Diskussion mitverfolgt werden. Jeder der Kandidaten hatte eine Redezeit von 15 Minuten und stand anschließend zehn Minuten für Fragen zur Verfügung. Zum Abschluss gab es eine allgemeine Fragerunde, mit beiden Bewerbern auf der Bühne.

Slavik: Gemeinsames Handeln für Jung und Alt

Als erster durfte Stephan Slavik ran, da er seine Bewerbung als Erster abgegeben hatte. Der gebürtige Kirchheimer, der im Kloster Kirchheim aufgewachsen ist und seit zehn Jahren wieder in der Riesgemeinde wohnhaft ist, umriss seine Vorstellung mit einem gemeinsamen Handeln.

„Ein lebenswertes Kirchheim für Jung und Alt,“ wolle er machen. Dazu erinnerte er an das Altenheim im ehemaligen Kloster, dieses war ein Treffpunkt für die Gemeinschaft. Ähnliches stelle er sich auf dem ehemaligen Bretzgegelände vor. Wohnungen für betreutes Wohnen und auch für junge Familien, mit einem Bistro als Anlaufstelle für Treffen. Über diesen Weg will er versuchen, eine Arztpraxis zu etablieren.

Die Vereine liegen ihm ebenso am Herzen, gerade für die Kinder und Jugendlichen sind sie wichtig. Durch Breitband und schnelles Internet könnte nach seinen Vorstellungen kreative Köpfe nach Kirchheim geholt werden. Slavik möchte auch die Kooperation mit anderen Gemeinden in der Region weiter ausbauen, wie auch die Vernetzung mit Land und Bund.

Der Kirchheimer warb für ein klimaneutrales Dorf. Ein Photovoltaikpark schwebt ihm vor, genossenschaftlich betrieben. „Hilfe zur Selbsthilfe“ nennt er dieses und will so weitgehend Energie neutral sein. „Friday for future in der Praxis,“ sagte er. Sein Credo als Bürgermeister soll „Gemeinde gemeinsam gestalten“ sein.

Atalay: Potenziale für Kirchheimheben

Danyel Atalay verwies zu Beginn seiner Vorstellung auf sein Fachwissen als Leiter der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung beim Rhein-Neckar-Kreis. Auch er hat will das Bretzgeareal nutzen, ein Wohnen für alle zu ermöglichen. Ebenso will er sich um eine Arztpraxis bemühen und dazu die Fördermöglichkeiten nutzen. Im Wirtschaftsstandort vor allem im Bereich Landwirtschaft und Handwerk sieht er Potenziale für Kirchheim. Dazu sollen Mietflächen bereitgestellt werden.

„Ein kleines Gewerbegebiet für Kirchheim,“ so seine Ausführungen. „Wir müssen ein politischer Mittelpunkt des Ostalbkreis werden,“ forderte er. Glasfaser in jedes Haus und eine transparente Verwaltung will er als neuer Bürgermeister schaffen und die Touristik in diesem schönen Flecken weiterbeleben.

Abschließende Fragerunde

Beide Teilnehmer landeten mit ihren Reden eine zeitliche Punktlandung. Der Applaus fiel bei Atalay herzlicher aus als bei seinem Konkurrenten Stephan Slavik. In den Fragerunden untermauerten die Akteure ihre Überlegungen, um Kirchheim am Ries weiter voranzubringen.

Die Bevölkerung hatte hier großes Interesse. So wurde die allgemeine Fragerunde, die für 30 Minuten angesetzt war, zeitlich deutlich überzogen. Die Anwesenden unterhielten sich anschließend in kleinen Gruppen und mit Abstand über das Gesagte.

„Respekt für die beiden Kandidaten, dass sie sich so für Kirchheim einsetzen wollen,“ sagte ein Zuhörer. Man war sich einig, dass die Bewerber sich gut vorbereitet und sich bereits viele Gedanken zur Riesgemeinde gemacht hatten.

Ein Favorit war nach diesem Abend nicht zu erkennen. Das Rennen um den Bürgermeisterstuhl bleibt weiter offen.

  • Wer sich die Veranstaltung nochmals anschauen möchte, kann dies unter https://www.youtube.com/watch?v=Vw-116r1uRM tun.
Danyel Atalay während seiner Rede
v.l. Stephan Slavik; Willi Feige; Danyel Antalay
v.l. Stephan Slavik; Willi Feige; Danyel Antalay

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