Aktion der Kerkinger Vereine: Ein großes Zeichen für den Frieden

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Das Friedenszeichen auf dem Sportrasen des SV Kerkingen

Wie aus einer Initiative der Kerkinger Vereine eine große Friedensdemo auf dem Sportplatz des SV Kerkingen wurde.

Bopfingen-Kerkingen

Aus einer spontanen Idee ist eine große Aktion geworden. Die Initiative kam aus der Mitte aller Vereine in Kerkingen. „Wir müssen was machen“, meinte Michael Salvasohn vom SV Kerkingen in einer Ausschusssitzung des Sportvereins.

Dieser Meinung schlossen sich auch die Vereine vor Ort an. Vereinsübergreifend wurde beschlossen, ein deutliches Zeichen für den Frieden in Europa und der Welt zu setzen. „Das Zeichen sollte groß sein und klare Kante zeigen“, meint Salvasohn.

Die Organisation der Friedensaktion erfolgte überwiegend über Telefon, WhatsApp-Gruppen und andere Soziale Medien. Mundpropaganda tat ihr Übriges. Es wurden viele kleine Protestplakate entworfen.

„Ganz besonders haben sich der Kindergarten in Kerkingen und die Jugend des SV Kerkingen bei diesem Projekt engagiert. Sie haben gemalt und getüftelt, um am Ende ein deutliches Zeichen gegen Krieg zu setzen“, sagt Salvasohn.

Ortsvorsteherin Bettina Weber ist ebenfalls vor Ort am Sportplatz des SV Kerkingen. „In Kerkingen ist immer was los“, meint Bettina Weber stolz. Sie hat ihre beiden Kinder zur Friedensaktion mitgebracht. In ihrer Ansprache beschreibt Weber eine beängstigende Entwicklung. „Krieg ist keine Lösung von Problemen. Wir Kerkinger und alle Menschen auf der Welt wollen Frieden“, so die Ortsvorsteherin.

Mehr als 100 Menschen versammeln sich auf dem großen Fußballplatz des SV Kerkingen. „Hier haben wir die Möglichkeit, uns coronakonform zu treffen und unsere Aktion zu starten“, meint Salvasohn. Zuvor haben die Organisatoren der Kerkinger Friedensaktion mit kleinen bunten Hütchen das weltweit bekannte Friedenssymbol auf dem Sportrasen ausgelegt, damit alle Teilnehmer ihre genaue Position einnehmen können.

Ukrainische Farben

Gelbe und blaue Plakate werden in den Händen gehalten und über den Köpfen in die Luft gestreckt, so dass das Friedenszeichen in den Nationalfarben der Ukraine zu erkennen ist. „Wir wollen damit auf das Unrecht in der Ukraine verweisen, aber auch ein Zeichen für einen immerwährenden Frieden in Europa setzen. Das, was gerade in Europa geschieht, kann so nicht hingenommen werden. Und wir wollen mit unserer Friedensaktion ein Teil der friedliebenden Menschen sein“, sagt Salvasohn.

Die ganze Aktion verlief still und würdevoll. Eine große Solidarität war unter den vielen Mitwirkenden zu spüren. „Niemanden lassen die Ereignisse der letzten Tage kalt. Es ist gut, so viel Mitgefühl und Solidarität zu spüren und zu sehen“, sagt Ortsvorsteherin Bettina Weber

Niemanden lassen die Ereignisse kalt.“

Bettina Weber, Ortsvorsteherin
Einwohner von Kerkingen versammeln sich auf dem Sportplatz von Kerkingen zur Friedensdemo.

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