BI Kerkingen will weiter kämpfen

+
Die Mitglieder der Initiative schlagen vor, die Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt für Brummis auf 30 km/h zu senken.

Die BI-Mitglieder fordern eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Ortsdurchfahrt.

Bopfingen-Kerkingen. Welche Sorgen und welche Wünsche haben die Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Kerkingen“? Diese Themen standen im Mittelpunkt eines digitalen Treffens der BI Mitglieder mit den Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier (SPD) und Roderich Kiesewetter (CDU).

Georg Fuchs, der Sprecher der aktuell knapp 100 Mitglieder umfassenden Initiative, nutze die Gelegenheit zunächst, um die Entstehung und Entwicklung der Initiative sowie deren wichtigste Forderungen darzustellen. Die BI will gegen die wachsende Verkehrs- und Lärmbelastungen im Ort kämpfen.

Die Initiative beschäftige sich aktuell mit Lärm- und Lichtemissionen sowie Gewässerbelastungen durch ansässige Unternehmen, den geplanten Betriebszeitenerweiterungen der Unternehmen, dem Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans für die angedachte Erweiterung des Gewerbegebietes und mit dem Verkehrsaufkommen im Ort.

Zu den bisherigen Entwicklungen rund um Betriebszeitenerweiterungen und Lärmbelastungen durch das ansässige Unternehmen vertrete die Initiative eine klare Meinung: „Auch wenn jetzt teilweise sinnvolle Maßnahmen ergriffen wurden, schlussendlich ist die Basis dafür kaum die gesetzliche Grundlage und der Druck der Behörden. Vielmehr waren jedes Mal die Einwände der Bürger notwendig, damit die zugrunde gelegten Berechnungen und Messungen hinterfragt wurden.“ Damit sehen die Mitglieder der Initiative auch weiterhin die Notwendigkeit, angedachte Entwicklungen „genauestens zu verfolgen und kritisch zu hinterfragen“, wie der Sprecher sagte. „Hier würden sich die Mitglieder wünschen, dass man sich noch mehr auf die verantwortlichen Behörden und gesetzlichen Grundlagen verlassen könnte.“

Bezogen auf die Belastung durch steigende Verkehrszahlen, in der Ortsdurchfahrt und auf der L1060, schlug die Initiative eine Geschwindigkeitsreduzierung auf den Straßen und eine entsprechende Überwachung vor. „Während diese Maßnahmen in ähnlich belasteten Ortschaften bereits umgesetzt sind, warten die Kerkinger Bürger immer noch vergeblich auf entsprechende Maßnahmen“, sagte Fuchs. Die Initiative fordere 50 km/h auf der L1060 auf Höhe der Ortschaft und 30 km/h für Lastwagen auf der Orstdurchfahrt. Dies seien Maßnahmen, die einfach umzusetzen und nachweislich effektiv seien. „Bisher angenommene und veröffentliche Verkehrszahlen für Kerkingen stellt die Initiative klar in Frage“, betonte Fuchs und bilanzierte: „So sind bei eigenen Zählungen teilweise doppelt so viele Lastwagen und ein Viertel mehr Autos pro Tag ermittelt worden. Teilweise ist die Ortschaft mit über 600 Fahrzeugen pro Stunde belastet.“

Leni Breymaier und Roderich Kiesewetter zeigten sich jeweils während der Gespräche sehr interessiert, fragten nach und ließen sich gerne auf die Fragen der Bürger ein.

„Schlussendlich wird sich zeigen, ob der Einfluss der beiden Abgeordneten Bewegung in bestimmte Themen bringen kann. Das Angebot für Vor-Ort Termine steht jedenfalls“, sagte Fuchs weiter.

„Die Gespräche dienten in erster Linie dem direkten Austausch und der Möglichkeit, die Situation ganz konkret aus Bürgersicht zu schildern. Auch wenn von Anfang an allen Beteiligten klar war, dass die Sorgen der BI nicht in den direkten Einflussbereich des Bundestages fallen, so setzt die BI dennoch Hoffnung auf den zweifelsohne vorhandenen politischen Einfluss der anwesenden Abgeordneten Breymaier und Kiesewetter“, betone der Sprecher.

Zur BI: „Der Zweck der Initiative ist der Schutz der Bevölkerung vor bestehendem und möglicherweise zukünftig zunehmendem Betriebs- und Verkehrslärm, zunehmenden Lichtemissionen und Gewässerbelastungen sowie die Erhaltung und Förderung des Landschafts- und Naturschutzes. Die Initiative versteht sich als Interessengemeinschaft mit dem Ziel, mit allen verfügbaren Mitteln den benannten Zweck zu verwirklichen“, so Fuchs.

Zurück zur Übersicht: Kerkingen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare