Wie der Umleitungsverkehr Kerkinger Bürger belastet

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Der viele Verkehr belastet die Kerkinger Bürgerinnen und Bürger. Es braucht Maßnahmen, um die Situation zu entspannen.

Die Situation im Bopfinger Teilort ist belastend. Was gegen den vielen Verkehr getan werden kann.

Bopfingen-Kerkingen. Wie ein großer Graben durchzieht die L 1070 Kerkingen. „Wer nicht unbedingt die Straße überqueren muss, bleibt auf seiner Seite“, sagt Ortsvorsteherin Bettina Weber. Nicht allein der Schwerlastverkehr der ortsansässigen Holzwerke ist es, der die Kerkingen wachhält. „Die Lkw der Firma halten sich an die Geschwindigkeiten“, betont Anwohner Steffen Graf. Schlimmer für die Einwohner sei der Umleitungsverkehr wegen der B 29. Diese ist aktuell von Aufhausen bis Lauchheim gesperrt. Die Umleitung läuft über die L1070. „Das führt zu einem aggressiven Fahrverhalten“, meint Anton Salvasohn. „Die Fahrer müssen die Zeit wieder reinholen, die sie durch die Umleitung verlieren.“ Salvasohn wohnt in Kerkingen, kurz vor der Einmündung zur L 1060. Auf dieser fließt der Abkürzungsverkehr von der A 8 zur A 7.

Steffen Graf wohnt am Ortseingang. Er habe „die waghalsigsten Überholmanöver beobachtet“.

„Es ist bereits die vierte Umleitung in den vergangenen zwei Jahren“, sagt Bettina Weber. Und wenn die B 29 zwischen Bopfingen und Pflaumloch saniert wird, wäre das die fünfte Umleitung, die durch den kleinen Ort fließt.

Aus eigener Erfahrung wisse sie, wie gefährlich ein Überqueren der L1060 derzeit sei – vor allem auch für Kinder.

„Um vier Uhr morgens geht es los – bis Mitternacht“, beschreibt Anton Salvasohn die Situation der Anwohner. Sorge bereite den Kerkingern der Sommerferien-Verkehr und mittelfristig die Verfahren zur Ortsumgehung Zöbingen und Röhlingen. Ortsvorsteherin Bettina Weber fürchtet, dass durch die Umgehungen der Verkehr noch stärker zunimmt. Das gelte auch für den Nachbarteilort Itzlingen, durch den die L 1060 ebenfalls führt.

Die Stadt Bopfingen hat das Verkehrsproblem in Kerkingen bereits erkannt. Bürgermeister Dr. Gunter Bühler hat ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Dieses soll die Basis für verschiedene Anträge sein. Es gibt Überlegungen für eine sogenannte Schlafampel in der Ortsmitte, eine Geschwindigkeitsüberwachungsanlage an den Ortseinfahrten und Tempo 50 auf der L 1060. Die Kerkinger hoffen dadurch auf weniger belastenden Verkehr.mj

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