„Bretzge“ in Kirchheim hat Zukunft

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Das Bretzge-Areal, das neu bebaut und zur neuen Mitte Kirchheims werden soll.
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Bei der Bürgerversammlung im Klostergarten wird die Zukunft der Ortsmitte gezeigt und welch großes Potenzial Kirchheim zu bieten hat.

Kirchheim

Bei einer Bürgerversammlung im Klostergarten in Kirchheim informierte Bürgermeister Willi Feige in einem Rückblick über verschiedene Baumaßnahmen, Projekte und Veränderungen innerhalb Kirchheims und in den angrenzenden Orten. Viel sei passiert seit der Bürgerversammlung im März vergangenen Jahres. Dementsprechend lang war die Liste, die Feige auch im Ausblick auf Neuerungen, Bauvorhaben und notwendige Restaurierungsarbeiten vortrug.

Ein Punkt war dabei für die zahlreichen Gäste von besonderem Interesse: Das Team des Ingenieurbüros HPC aus Harburg, das mit der Planung und Folgenutzung des Bretzge-Areals beauftragt ist, unterbreitete nach Feiges Ausführungen Vorschläge, wie die neue Ortsmitte aussehen könnte. Momentan stehen dort die Bagger. Die haben bereits einen Teil abgerissen und das Material zu meterhohen Schutthaufen aufgetürmt. Mit visuellen Eindrücken und bildhaften Darstellungen informierten Zita Frey, Peter Struck und Michael Jeltsch über die Herangehensweise, Planung und mögliche Umsetzung dieses Projekts, das „so einmalig und vielversprechend für Kirchheim ist“, wie Frey betonte.

Die Nähe zu Bopfingen, Wallerstein und Nördlingen, die exponierte Lage mit toller Aussicht, mache das große Potenzial deutlich, das Kirchheim zu bieten habe. Selbst vom Areal der Bretzge sei der „Daniel“ zu sehen, freut sich Planerin Zita Frey. Es sei eine einmalige Chance gewesen, dieses Grundstück zu erwerben, denn jetzt könne in Verantwortung und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gestaltet werden.

Die Infrastruktur im Ort sei hervorragend. Es gebe eine intakte Schule, zwei Kirchen, Kindergärten und vieles mehr.

Als Leitgedanken führte das Planungsteam unter anderem Nachhaltigkeit auf, da flächen- und ressourcenschonende Gestaltung möglich sei. Die Dorfmitte als attraktiver Lebensraum für alle Generationen, Vereine und Gewerbe sei ein weiterer Aspekt. Die Gestaltung der neuen Mitte würde nun nicht marktwirtschaftlich orientierten Investoren überlassen.

Stattdessen wäre ein bereichernder, ergänzender Bedarf für eine attraktive Dorfmitte anstelle der Bretzge möglich. Ein Dorfladen mit Metzger, Bäcker und einem Café beispielsweise, Gaststätten mit Freiflächen oder Wochenmarktflächen.

Darüber hinaus könne man sich generationsübergreifende Spiel- und Fitnessflächen vorstellen. Wichtig sei bei all den Planungen, die Nachbarschaft mit einzubeziehen, deren Bestand in das Gesamtensemble zu integrieren und sich an bestehenden Grundstücksgrenzen zu orientieren.

Mit der Nutzung des Areals habe man die Möglichkeit, die Ortsmitte auch verkehrstechnisch neu zu überdenken, Wege zu gestalten und Plätze anzulegen, um einen Mehrwert für die Kirchheimer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

Des Weiteren sieht der städtebauliche Entwurf vor, die Erweiterung des Wohnbaugebiets Richtung Norden zu forcieren. So schaffe man nicht nur mehr Bauplätze, sondern sorge geografisch dafür, dass das Bretzge-Areal tatsächlich in die Mitte des Ortes rücke. Es sei ein charakterprägender Ort, so Zita Frey. Als gedanklichen Anstoß brachte sie eine Tiefgarage ins Gespräch. Der vorhandene Eiskeller könne beispielsweise dafür genutzt, anstatt verfüllt zu werden.

„Wir leben in einer tollen Landschaft, wir haben Potenzial und sind eine starke Gemeinschaft“, sagte Bürgermeister Willi Feige. Es gebe viele Punkte, die zu Fragen animierten. Große Projekte würden in Angriff genommen, das Bretzge-Areal, das seit neun Monaten mit dem Büro HPC geplant und im Dialog mit den Kirchheimerinnen und Kirchheimerrn vorangebracht werden soll, sei dabei schon auf einem guten Weg.

Dieses Projekts ist einmalig und vielversprechend für Kirchheim.“

Zita Frey, Stadtplanerin
Die Infoveranstaltung im Klostergarten zum Bretzge-Gelände war gut besucht.

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