Gewerbegebiet Benzenzimmern und der alte Bauhof interessieren Kirchheimer

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Nach zwei Jahren konnte nun wieder eine Gemeinderatssitzung in Kirchheim am Ries im Bürgersaal stattfinden.

Kirchheim am Ries. Nach zwei Jahren konnte nun wieder eine Gemeinderatssitzung in Kirchheim am Ries im Bürgersaal stattfinden. Für Bürgermeister Danyel Atalay war es zum ersten Mal, dass er in dieser Räumlichkeit den Vorsitz führte. „Das ist schnuckelig hier,“ stellte er fest.

Zu dieser Sitzung war auch eine große Anzahl an Bürgern gekommen, die in der Fragestunde sich für das Gewerbegebiet Benzenzimmern und den alten Bauhof interessierten.

Das Gewerbegebiet im Osten von Benzenzimmern stand dann auch auf der Tagesordnung. Hier hat die Firma Gewerbeheimat GmbH & Co. KG eine Fläche gekauft und möchte dort eine Firmenhalle bauen.

Die Firma hat ihren Sitz im Schwarzwald und von dort war der Geschäftsführer Bernd Göppert angereist, um den Gemeinderäten und interessierten Bürgern das Projekt vorzustellen. Göppert betonte, dass es sich lediglich um einen Vorentwurf handle, da noch einige Fragen geklärt werden müssen. Der Geschäftsführer erläuterte, dass die geplante Halle circa 1900 qm groß werden solle. Eventuell kann die Halle in der Mitte geteilt werden, so können sich zwei Firmen ansiedeln. Eine LKW-Andockstation ist ebenfalls geplant, was bei den Gemeinderäten zu der Besorgnis Anlass gab, dass die Straße für LKWs nicht ausreichend gebaut sei. Unterm Strich jedoch waren sie sich einig, dass eine Ansiedlung von Gewerbe dem Ort guttut. Atalay möchte den Bedarf vor Ort befriedigen und in der Gemeinde abfragen, ob es Interessenten gibt.

In der Sitzung am Montag beim Gemeinderat in Kirchheim am Ries wurde auch der Bebauungsplan „Kleines Feldle Süd“ beraten. Martin Todtenhaupt von der Firma Gansloser stellte hierzu die Pläne vor. Vier Varianten hatte er vorbereitet. Zwei mit und zwei ohne Erweiterungsmöglichkeiten, mit unterschiedlich großen Bauplätzen und verschiedenen Variationen des Wendehammers. Bereits im Mai hatte der Bauausschuss der Gemeinde darüber beraten und eine Variante bevorzugt, die 14 Bauplätze mit einer Größe von 597 bis 1330 qm ausweist. Wichtig war den Kirchheimer Gemeinderäten, dass es Erweiterungsmöglichkeiten in Richtung Süden geben wird. In diesem Fall kann der zweiseitige Wendehammer als Parkplätze genutzt werden. Ein Fußweg zur Huftenstrasse ist ebenfalls vorgesehen. Dieser ist nicht nur für die Anwohner und den Schulweg gedacht, sondern auch für Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Notarzt, die über diesen Weg schnell zum Einsatz kommen könnten. Nachdem der Gemeinderat über diese Variante abgestimmt hatte, soll nun bis Juli 22 der Bebauungsplanentwurf erstellt werden. Im September kann dann im Gemeinderat darüber abgestimmt werden und ab Oktober die Stellungsnahmen der öffentlichen Belange eingeholt werden. Der endgültige Beschluss soll dann im März 2023 erfolgen.

Bereits im Jahr 2019 wurde mit der DFMG Deutsche Funkturm GmbH ein Vertrag über einen Funkmast auf dem Ohrenberg abgeschlossen. Im Juni 2020 erteilte der Gemeinderat seine Zustimmung zum Bauantrag, der wurde dann jedoch 2021 von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) gekappt. Nach einer Begehung im März dieses Jahres wurde ein neues Flurstück gefunden, das von der UNB bereits als unbedenklich eingestuft wurde. Hier soll nun der 40 Meter hohe Funkturm erstellt werden. Der Ortschaftsrat Dirgenheim hatte sich in der vergangenen Sitzung gegen den geplanten Standort auf dem Flurstück ausgesprochen. Die Aussicht auf das Ries soll durch den Turm nicht gefährdet werden. So entschied man sich für einen anderen Standort innerhalb des Flurstückes, mit dem alle Leben können.

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