Neue Ideen für die Zukunft des Klosters Kirchheim

Was sich hinter dem Projekt Mariä-Kloster-Lab verbirgt und welches Programm damit verbunden ist.

Die Klosteranlage Kirchheim.

Kirchheim. Im Juli startet im Kloster in Kirchheim das Projekt Mariä-Kloster–Lab. Das bis 2023 angelegte Projekt sucht nach neuen Nutzungskonzepten für das Kloster und lädt zum Mitmachen ein.

Seit einiger Zeit überlegt die katholische Kirchengemeinde wie die Zukunft des Klosters aussehen kann. Nach längerem Leerstand sind aktuell Geflüchtete aus der Ukraine in den Räumen untergebracht.

Doch wie kann ein längerfristiges Nutzungs- und Betreiberkonzept aussehen? Um Antworten zu finden, wurde im Frühjahr 2022 eine externe Agentur mit der Konzeption beauftragt, wie die Reaktivierung der schönen Anlage am Riesrand in Gang gesetzt werden kann.

Wie kann das Kloster Mariä Himmelfahrt in Kirchheim am Ries fortan belebt werden? Welche Nutzungen sind vorstellbar? Welche zusätzlichen Mehrwerte kann ein offenes und genutztes Kloster für Kirchheim bringen? Mit diesen Fragen startet der knapp zweijährige Aktivierungsprozess des Klosters: das Mariä-Kloster–Lab.

Den Auftakt dieses Prozesses bildet eine Aktionswoche vom 11. bis 15. Juli, bei der bereits verschiedene Konzepte getestet werden. Neben einem temporären Coworking-Raum wird es auch verschiedene offene Formate geben, die im Rahmen der Aktionswoche neue Perspektiven auf das Kloster und die Klosteranlage eröffnen sollen.

„Als Pfarrer ist es mein Wunsch, dass die geistliche und spirituelle Dimension in der Abtei erhalten wird und auch zukünftig durchscheint“, erläutert Pfarrer Hubert Klimek.

Ziel des Aktivierungsprozesses ist es, verschiedene Ansätze und Ideen zu testen, um ein belastbares Nutzungskonzept zu haben. Gleichzeitig dient der Prozess dazu, Räume und Potenziale des Klosters und der Anlage zu vermitteln und mit möglichst vielen Akteuren ins Gespräch zu kommen.

„Mit der schrittweisen Entwicklung des Programms und dem Auftakt im Juli haben wir die Möglichkeit, möglichst viel Erfahrungen zu sammeln und weitere Interessierte für den weiteren Prozess zu gewinnen“, ist sich Hermann Bandel, gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderats, sicher.

„Das Kloster ist das Alleinstellungsmerkmal unserer schönen Gemeinde. Der Aktivierungsprozess kann ein Auftakt sein für eine Neubelebung dieser einzigartigen Anlage“ sagt Bürgermeister Danyel Atalay.

 Umrahmt wird die einwöchige Aktionswoche durch die Aufführungen des Freilichttheaters, die jeweils an dem Wochenende davor und danach stattfinden.


Das Programm: 11. bis 5. Juli: Co-Working im Kloster; 12. Juli: ab 18 Uhr: Feierabendformat: „Auf ein Glas ins Kloster“; 13. Juli: 14 Uhr: Kafffeeklatsch mit Frederik Fischer und Stephanie Hock; 14. Juli: ab 18 Uhr: Gin-Tasting im Klosterhof;


Klosterführungen finden an folgenden Tagen statt: 8. bis 10. Juli, jeweils 16 Uhr ; 15. bis 17. Juli jeweils 16 Uhr;


Das Freilichttheater im Klostergarten (“Kommissar Stelzle ermittelt“) wird an folgenden Terminen aufgeführt: 8. bis 10. Juli, jeweils 20 Uhr; 15. bis 17. Juli, jeweils 20 Uhr.

Rubriklistenbild: © Sven Götz

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