Kirchheimer Rat diskutiert die Kläranlage Dirgenheim

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Bürgermeister Danyel Atalay eröffnet seine erste Gemeinderatssitzung in Kirchheim am Ries.
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Bürgermeister Danyel Atalya hielt seine erste Ratssitzung in Kirchheim ab. Die Gemeinde hat 30 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen.

Kirchheim am Ries

Es war die erste Gemeinderatssitzung für Danyel Atalay als Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim am Ries. Der Anfang begann nicht wie gewünscht: Die erste Sitzung musste um eine Woche verschoben werden, da Atalay an Corona erkrankt war.
Als Erstes ging es um die sogenannte Einbeziehungssatzung „An der Kirchbergstraße“ in Dirgenheim. Im Garten ihrer Familie möchte hier eine Bürgerin ein Einfamilienhaus bauen. Dazu muss ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden. Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung im Januar bereits zugestimmt.

Die Bauträgerin hat das Büro Godts für die Planungen engagiert und dieses stellte nun die Stellungnahmen der Träger der öffentlichen Belange vor.
Beate Herz vom Büro Godts erläuterte die Einwände. Der erste kam aus dem Bereich Landwirtschaft. Da es sich jedoch um einen Hausgarten handle, sei der Einwand nicht relevant.

Das Landratsamt wies auf eine eventuelle, der Bauherrin bekannte Geruchsbelästigung durch landwirtschaftliche Betriebe hin. Das Wasserwirtschaftsamt des Ostalbkreis verwies auf die Wertigkeit des Bodens. Diese Einwände konnten klargelegt beziehungsweise in das Verfahren aufgenommen werden. So konnte der Gemeinderat die Abwägungen zur Stellungnahme anerkennen und die Einbeziehungssatzung beschließen.

Kläranlage: vier Alternativen

Für die Kläranlage Dirgenheim läuft zum Ende des Jahres 2022 die Betriebserlaubnis ab. Nun muss entschieden werden, wie es weitergehen soll. Insgesamt stehen vier Alternativen zur Wahl. Die erste wäre eine Sanierung der Kläranlage in Dirgenheim mit einer gleichzeitigen Sanierung der Kläranlage in Kirchheim. Alternative zwei sieht die Stilllegung der Dirgenheimer Kläranlage und einen Anschluss nach Kirchheim vor. Dazu müsste die Kläranlage in Kirchheim erweitert werden. Die dritte Alternative geht von einer Stilllegung der Kläranlagen in Dirgenheim und Kirchheim aus, die Abwässer sollen nach Bopfingen geleitet werden. Alternative vier wäre ebenfalls eine Stilllegung der beiden Kläranlagen mit Ableitung nach Riesbürg.

Um eine Aussage über die Auswirkungen der verschiedenen Möglichkeiten auf die umliegenden Gewässer zu erhalten, verlangt das Wasserwirtschaftsamt des Ostalbkreises ein Gutachten über eine gewässerökologische Untersuchung. Dazu hatte die Gemeindeverwaltung jeweils ein Angebot eingeholt.

Dies kritisierte Gemeinderat Kurt Götz. Zurecht, meinten seine Kollegen. Bürgermeister Atalay zeigte Verständnis und notierte sich diesen Kritikpunkt sofort. Jedoch sei es in diesem Fall vernünftiger, Firmen zu beauftragen, welche die Kläranlage und die Begebenheiten kennen.

Neuer Aufsitzrasenmäher

Dann gab der Gemeinderat noch grünes Licht für einen neuen Aufsitzrasenmäher. Kosten: 10 230 Euro.

30 ukrainische Flüchtlinge

Bürgermeister Danyel Atalay informierte in der Gemeinderatssitzung darüber, dass derzeit 30 Personen aus der Ukraine privat in Kirchheim untergebracht seien. Laut Atalay besuchen derzeit fünf Kinder aus diesen Familien den Unterricht in der Alemannenschule Kirchheim und erhalten zusätzlich dank ehrenamtlichen Engagements Deutschunterricht.

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