Neuer Dorfladen in Kirchheim hat rund um die Uhr geöffnet

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Bald soll es in Kirchheim einen Dorfladen geben.
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Im Gemeinderat wird das neue Konzept vorgestellt. Photovoltaik und Biker-Park sind außerdem Thema der Sitzung.

Kirchheim. In Kirchheim geht demnächst ein großer Wunsch der Bürgerschaft in Erfüllung. Ab Mitte September wird es in der Riesrandgemeinde nach einigen vergeblichen Anläufen in den Räumen der früheren Bopfinger Bank in der Langestraße einen Dorfladen geben. Die Initiatoren und künftigen Betreiber sind Simon Wesselky und Lukas Niklas vom Start-Up-Unternehmen „Regional & Fair made in Süddeutschland“. Das Sortiment soll Produkte der Grundversorgung sowie Feinkostangebote lokaler und regionaler Erzeuger enthalten. Mit ins Boot holen wollen die beiden auch die örtlichen Lebensmittelgeschäfte.

Im Gemeinderat haben die beiden Unternehmer ihr Konzept vorgestellt. Sie nennen es innovativ, weil es mit Ausnahme einer mehrmonatigen Anlaufphase ganz ohne Verkaufspersonal auskommen soll. Darüber hinaus ist vorgesehen, den Laden „24/7“, also rund um die Uhr offen zu halten. Die Kundinnen und Kunden müssen die Waren selbst einscannen und bargeldlos per Kredit- oder EC-Karte bezahlen. Wer nicht damit zurecht kommt, kann sich über ein Servicetelefon Rat holen. Wie Wesselky und Niklas erklärten, komme die Bopfinger Bank als Eigentümerin der Räumlichkeiten ihnen dadurch entgegen, dass sie diese für eine Anlaufzeit mietfrei überlasse. Bürgermeister Danyel Atalay sieht mit dem Ansatz von Regional & Fair realistische Chancen für eine langfristige Sicherung der Lebensmittelversorgung im Ort. Darüber hinaus werde ein Leerstand mitten im Ortskern sinnvoll genutzt.

Die Gemeinderäte begrüßten das Projekt nachdrücklich, nicht zuletzt deshalb, weil es ein hohes Potenzial für die Weiterentwicklung der Kirchheimer Ortsmitte biete. Um den neuen Dorfladen einrichten zu können, war formell eine entsprechende Nutzungsänderung für die Räume erforderlich. Das Votum hierfür fiel einstimmig aus.

PV-Anlage: Grünes Licht gab der Gemeinderat der Erweiterung einer bereits bestehenden Photovoltaik-Freiflächenanlage in unmittelbarer Nähe des Weilers Heerhof auf Kirchheimer Gemarkung. Beate Herz vom Planungsbüro Godts hatte zuvor das Vorhaben erläutert. Die Module dürften eine Höhe von drei Metern nicht überschreiten. Außerdem sei eine umfangreiche Eingrünung vorgesehen, nannte Herz als zwei zentrale Punkte im Bebauungsplan. Der erzeugte Strom werde in das Netz der EnBW ODR eingespeist. Bürgermeister Atalay äußerte sich erfreut darüber, dass ein privater Investor einen Beitrag zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Gemeinde leiste.

Biker-Parkour: Beschlossen haben die Ratsmitglieder darüber hinaus die Reaktivierung des alten Biker-Parcours am Ortsausgang an der Straße Richtung Jagstheim. Für die Wiederbelebung seien lediglich kleinere Arbeiten erforderlich, sagte Rathauschef. Auch der TÜV habe keine Einwände. Ziel sei es, den Jugendlichen eine weitere Freizeitmöglichkeit in der Gemeinde zu bieten. Einige Gemeinderäte wiesen darauf hin, dass auf die Sauberkeit des Areals geachtet werden müsse. Ein entsprechender Appell richtete sich an die Jugendlichen. ⋌Bernd Schied

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