Ingeborg Winter sagt „Au revoir“

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Elke Weccard (rechts), stellvertretende Schulamtsleiterin, verabschiedete die Rektorin der Bopfinger Grundschule Ingeborg Winter (links) offiziell.
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Rektorin der Grundschule Oberdorf verabschiedet sich nach 17 Jahren von ihren Schülerinnen und Schülern und der gesamten Gemeinde.

Bopfingen-Oberdorf

Der Charakter eines Menschen zeigt sich im Abschied nehmen. Die Rektorin der Oberdorfer Grundschule Ingeborg Winter hat einen sehr guten Charakter.

Bei Ihrer Verabschiedung am Freitagvormittag zeigte sie diesen. Ihre Tochter, Wegbegleiter und verschiedene Mitglieder der Schulverwaltung waren gekommen, um nach 17 Jahren an der Grundschule Oberdorf „Au revoir“ zu sagen. Nachdem Severin Stiegele „Freude schöner Götterfunken“ auf der Posaune zum Auftakt vorgetragen hatte. Begrüßte Brigitte Schneider die Anwesenden. Sie kündigte an, dass dieser Festakt „Die Schnittstelle zwischen Beruf und Pensionärin darstellen soll“.

Josefine Herdeg und Emil Kraus aus der vierten Klasse führten durch das Programm, welches von den Kindern der Klassen gestaltet wurde. Die Klasse drei überreichte Ingeborg Winter Kulinarisches aus der Welt. Die erste Klasse zeigte was sie später einmal werden möchte: „Glücklich“.

Die vierte Klasse verabschiedete sich mit einem ironischen Sketch über den Schulalltag von ihrer Rektorin und die Klasse zwei hatte ein Rhythmical „Im Ruhestand“ eingeprobt. Elke Weccard, die stellvertretende Schulamtsleiterin nahm die offizielle Verabschiedung aus dem Schuldienst vor. „Reifeleistungen des Menschen haben ihre Zeit,“ sagte sie in Hinblick auf das Geleistete.

Im April 2005 war Ingeborg Winter als Rektorin an die Grundschule Oberdorf gekommen, nachdem sie zuvor in Schloßberg und Bopfingen unterrichtet hatte. Bis heute prägte sie das Bild der Schule. Wie wichtig ihr die Schüler waren, zeigte sich bei diesem Festakt, den sie frei von den Schülern gestalten ließ.

Schule der Mittelpunkt

Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler betonte, dass „die Schule der Mittelpunkt einer Region ist“. Das habe die Rektorin während ihrer Zeit aus der Grundschule in Oberdorf gemacht.

Oberdorfs Ortsvorsteher Martin Stempfle erinnerte an die 750 Jahre Feier des Ortes bei, der sich die Grundschule außerordentlich eingebracht hatte. „Über 1000 Kinder haben Sie hier mit viel Herzblut begleitet,“ lobte er die Leistung der Rektorin.

Der Schuldekan Dr. Harry Jungbauer meinte: „Ich kann mir Oberdorf ohne Frau Winter nicht vorstellen“. Er sprach über die Zufriedenheit, die jeder Mensch in sich trägt. „Das Erreichte kann sie zufrieden machen,“ sagte er zum Abschluss seiner Rede.

Der geschäftsführende Schulleiter der Bopfinger Schulen, Lothar Doppelbauer, verwies auf die Parallelen, die die beiden Rektoren hatten. Zusammen studiert, auch war er ihr Vorgänger und wurde in der vergangenen Woche selbst verabschiedet. Dies war seine letzte Amtshandlung. „Wir sind zusammen alt geworden,“ resümierte Doppelbauer.

Viel Positives

Ingeborg Winter war sehr dankbar über die vielen Geschenke und positiven Äußerungen. Zum Abschluss zitierte sie aus ihrer Antrittsrede und wunderte sich selbst über die Aktualität. „Kinder können nicht zu Hause sitzen und lernen,“ hatte sie bereits vor 17 Jahren prophezeit. Mit den Worten „Es war mir eine Freude Kinder in ein glückliches, zufriedenes Leben begleiten zu dürfen,“ verabschiedete sie sich schließlich.

„Es war mir eine Freude Kinder in ein glückliches, zufriedenes Leben begleiten zu dürfen,“
Ironisch zeigten die Viertklässler den Schulalltag
Ein herzliches Danke der Grundschüler an ihre Rektorin Ingeborg Winter zum Abschied.

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