Neue Regeln für Gebäudehöhen

+
Der Ortschaftsrat Oberdorf stimmt für neue Traufhöhen.

Wie das Oberdorfer Gremium alte Vorschriften zur Traufhöhe den modernen Erfordernissen anpasst.

Bopfingen-Oberdorf. Sehr diskussionsfreudig zeigten sich die Oberdorfer Ortschaftsräte am Montagabend. Grund war der Bebauungsplan „Gemeines Feld“. Hier war eine Traufhöhe von sechs Metern festgesetzt worden. Diese Höhe entspricht nicht mehr den Wünschen der heutigen Bauherren. „Als wir vor elf Jahren mit den Planungen für das Baugebiet begonnen haben, war das in Ordnung“, erklärte der Erste Beigeordnete der Stadt Bopfingen, Andreas Rief.

Im Februar wurde zusammen mit Bürgermeister Dr. Gunter Bühler, Stadtbaumeisterin Renate Götz-Burger und Kreisbaumeister Alfons Hug bei einer Sitzung in der Bopfinger Schranne überlegt, die Traufhöhe - offizieller Ausdruck: Wandhöhe - auf 6,30 Meter anzuheben.
Dieses sollte nun in einer öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates beschlossen werden.

Dabei entstand eine Diskussion über die Gesamthöhe der Gebäude. Diese bleibt weiter auf acht Meter festgelegt. Ausgangspunkt dabei, so erklärte Rief, sei jeweils die für jeden Bauplatz festgelegte Erdgeschossfußbodenhöhe. Da diese um 50 Zentimeter nach oben und nach unten abweichen darf, wollten einige Räte diesen Passus streichen. Damit soll vermieden werden, dass ein Haus höher erscheint als das andere. Andreas Rief erklärte, dass dies nicht geändert werden könne, da der Bebauungsplan bereits beschlossen und damit rechtskräftig ist. „Eine für den Bauherrn zum Nachteil gereichende Regel können wir nicht machen“, betonte er. Es seien bereits Bauplätze verkauft, erste Baupläne lägen vor, die sich nach diesen Vorgaben richten.⋌
Der Begriff der Traufhöhe wurde ebenfalls intensiv diskutiert.
Rief zeigte auf, dass die Gebäude nicht höher würden, da die Gesamthöhe sich nicht ändere. Aber durch neue energetische Vorgaben müssen die Häuser stärker isoliert werden, so dass lichte Raumhöhe verloren geht. Diesem wolle die Stadt entgegenwirken, indem sie die Wandhöhe der Gebäude auf 6,30 Meter erhöht. „So kann gesetzesgemäß und modern gebaut werden,“ sagte Andreas Rief. Die Räte stimmten schließlich mit einer Gegenstimme der Änderung zu.

Es gab auch Freudiges zu berichten. Ortsvorsteher Martin Stempfle bedankte sich bei den Helfern der Dorfputzete am 19. März. Organisiert durch Ortschaftsrat Christoph Mazal, hatten sich 20 Bürger und Bürgerinnen mit ihren Kindern eingefunden, um Müll zu sammeln. „Sie haben mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit einen wesentlichen Beitrag geleistet, Oberdorf sauber zu halten und unsere Umwelt zu schützen,“ bedankte sich Stempfle. ⋌mj

So kann gesetzesgemäß und modern gebaut werden.“

Andreas Rief, Erster Beigeordneter Bopfingen

Zurück zur Übersicht: Oberdorf

Mehr zum Thema