Oberdorf weiter entwickeln

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Ursprüngliches Oberdorf
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Bisher gibt es keinen einheitlichen Bebauungsplan für das innere Dorf. Das soll sich mit dem neuen Bebauungsplan „Dorfmitte“ ändern.

Bopfingen-Oberdorf

Als Oberdorf vor drei Jahren sein 750-jähriges Jubiläum feierte, wurde in den Reden bereits auf die Innenentwicklung als Zukunftsaufgabe gesprochen. Nun rückt diese Aufgabe immer näher. Der Ortschaftsrat Oberdorf stimmte in der jüngsten Sitzung über den Bebauungsplan „Dorfmitte“ ab.

Die Räte möchten den Charakter des Ortes erhalten. Bisher gab es keinen einheitlichen Bebauungsplan für das Innendorf. Dies bedeutet, dass die Umgebungsbebauung als Richtschnur dient. Das führte dazu, dass eigenwillige und nicht zum Dorfbild passende Veränderungen vorgenommen wurden.

Das Bild Oberdorfs wird stark durch Wasser, der Eger, der Sechta und des Mühlenkanals, geprägt. Durch zahlreiche Projekte in der Vergangenheit hat sich Oberdorf den Ruf als „Klein-Venedig“ erworben. Bereits 2019 wurde die Stadt Bopfingen durch den Ortschaftsrat ersucht, einen Bebauungsplan zu erstellen. Hierzu wurde die Firma HPC mit ins Boot geholt. Diese arbeitete in Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat den nun vorgestellten Plan aus. Oberdorfs Ortsvorsteher bedankte sich bei Stadtbaumeisterin Renate Götz-Burger die sich ebenfalls in diese Konzeption eingebracht hat.

„Es war kein leichtes Unterfangen,“ sagte Michael Jeltsch von der Firma HPC, als er im Ortschaftsrat den Plan vorstellte. Es gelte, den Dorfkern zu bewahren und gleichzeitig weiterzuentwickeln. So wurde die Ortsmitte planerisch in einen historischen dörflichen Kern und einen Teil zur allgemeinen Wohnbebauung unterteilt. Es galt Denkmalschutz, Gemeindebedarfsflächen und Baulinien zu beachten. Ein weiteres Thema ist der Hochwasserschutz. Wichtig ist, dass die vorhandenen Gebäude Bestandsschutz genießen. Als Basis diente ein Entwicklungskonzept aus dem Jahre 2005. „Oberdorf ist etwas Besonderes in der Umgebung,“ betonte auch der erste Beigeordnete der Stadt Bopfingen, Andreas Rief. Deshalb ging die Verwaltung sehr behutsam an dieses Thema heran.

So soll die Traufhöhe, je nach Teilgebiet, zwischen 4,5 und 6,5 Meter betragen. Prinzipiell muss jeder Bauwillige bei der Einreichung seines Vorhabens eine detaillierte Ansicht zur Prüfung einreichen. Die Ortschaftsräte stimmten einstimmig dem Bebauungsplan zu. Es ist eine Entscheidung für die Zukunft des größten Bopfinger Teilorts. So soll Oberdorf mit seiner Lage zwischen wichtigen Infrastruktureinrichtungen und einer reizvollen Natur weiter ein attraktiver Wohnort bleiben. Nun muss der Bopfinger Gemeinderat den Plan absegnen, dann kann das Verfahren beginnen.

Oberdorf ist etwas besonderes in der Umgebung“

Andreas Rief, Erster Beigeordneter
Blick in den historischen Ortskern

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