Wenn die Stimme die Seele rührt

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Bis tief in die Seele der Zuhörer drangen Esther Lorenz (rechts) und Peter Kuhz (links) bei ihrem Konzert in der ehemaligen Synagoge in Oberdorf vor.
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In der ehemaligen Synagoge Oberdorf entführten Esther Lorenz und Peter Kuhz mit „Donna, Donna“ in melancholische und humorvolle Welten.

Bopfingen-Oberdorf

Ein eindrucksvolles Konzert gaben Esther Lorenz und Peter Kuhz in der ehemaligen Synagoge in Oberdorf.

Das Duo zeigt sich als Allrounder. Nicht nur in den Sprachen in denen Esther Lorenz singt. Auch das Spektrum der Stile ist weitreichend. Klezmer, Bossa Nova, Jazz und Folk, alles wird an diesem Abend gezeigt.

Die Sängerin ist in der ehemaligen Synagoge Erzählerin und Schauspielerin. Mit spärlichen, aber genau punktierten Gesten, zeigt sie ihre Verbundenheit zum jeweiligen Stück.

Musikalisch ist der Abend „unplugged“ pur. Kein Mikro zum Singen, kein Verstärker an der Gitarre, nur der reine Klang schwingt durch den Raum. Die Töne gleiten durch die ehemalige Synagoge, wie Wasser im ruhigen Flussbett. Der Zuhörer spürt, hier hat sich ein kongeniales Duo gefunden und ist eine Seelenverwandtschaft eingegangen.

Es ist ein Abend voller Melancholie und Humor. Mit ihren amüsanten Geschichten bringt Esther Lorenz das Publikum zum Schmunzeln.

Sie singt in Spanisch, hebräisch und jiddisch. Es ist eine musikalische Reise durch die Zeit des Judentums. Lieder aus Psalmen bis zu modernen Stücken. „Donna, Donna“ heißt das Programm, nach dem Song den Joan Baez und Donovan bereits eingespielt haben.

Georges Moustaki erklingt ebenso, wie unbekannte Lieder. Auch Peter Kuhz zeigt sein bravouröses Können an der klassischen Gitarre. Mit zwei Solostücken hebt er ab und lässt die Musik durch den Raum schweben. Bei der Begleitung von Esther Lorenz hält er sich, wenn es die Stimmung erfordert, im Hintergrund und lässt die Stimme sich ausbreiten.

Die Sängerin spielt mit den Tönen, mit dem Volumen der Stimme und des Raumes. Mit ihrem Vibrato in der Stimme zeigte die Sängerin ihre klassische Ausbildung und ihren hervorragenden Umgang mit dem Klangvolumen des Raumes. Die Zuhörer waren nach dieser Stunde Musik nicht nur beeindruckt, sondern in der Seele berührt.

Bis tief in die Seele der Zuhörer drangen Esther Lorenz (rechts) und Peter Kuhz (links) bei ihrem Konzert in der ehemaligen Synagoge in Oberdorf vor.
Bis tief in die Seele der Zuhörer drangen Esther Lorenz (rechts) und Peter Kuhz (links) bei ihrem Konzert in der ehemaligen Synagoge in Oberdorf vor.
Bis tief in die Seele der Zuhörer drangen Esther Lorenz (rechts) und Peter Kuhz (links) bei ihrem Konzert in der ehemaligen Synagoge in Oberdorf vor.

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