Optimismus trotz schwierigem Jahr

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Warum Danyel Atalay auf den Haushalt 2023 und die enthaltenen Aufgaben zuversichtlich blickt.

Kirchheim am Ries. In der vergangenen Gemeinderatssitzung in Kirchheim am Ries hielt Bürgermeister Danyel Atalay seine Haushaltsrede für den Haushalt 2023. Die Rede war kein Blick zurück, sondern ein aufgezeigter Weg in die Zukunft.

Atalay rechnet mit einem schwierigen Jahr 2023. „Wir denken groß,“ gab er trotzdem als Motto aus. 2023 wird einen Rekordhaushalt haben, mit 4,66 Millionen Euro Aufwendungen und gleichzeitig 4,67 Millionen Erträge. Zur Liquiditätssicherung soll ein Kredit über 450 000 Euro aufgenommen werden.

„Die Planungen sind sehr konservativ,“ sagte Danyel Atalay. Vor allem in die Infrastruktur soll investiert werden. 6,4 Millionen Euro fließen in den kommenden Jahren allein in die Breitbandoffensive, die er ausgerufen hat. „Es herrscht Vorfreude in der Bevölkerung,“ sagte er.

Für das Bretzge-Areal ist der Bürgermeister sehr optimistisch einen Investor zu finden, im Huften-Areal werden bis Ende 2023 14 Bauplätze erschlossen sein, im Pfarrgarten Dirgenheim sollen die letzten Bauplätze vergeben und für die Ortskernsanierung hofft man in das Landessanierungsprogramm aufgenommen zu werden.

Das Gemeindeoberhaupt ist auch sehr optimistisch, was die den Bevölkerungszuwachs in der Gemeinde am Ries angeht. „Wir wollen ein familienfreundlicher Standort werden,“ sagte Atalay. Er dankte vor allem Pfarrerin Melanie Gießler, die durch die Mithilfe bei der Erweiterung des evangelischen Kindergartens maßgeblich beteiligt ist. Für Kämmerin Gabriele Hubel war es der letzte Haushaltsplanentwurf, da sie ab Oktober nicht mehr im Amt sein wird. Insgesamt konnte Hubel von 796 000 Euro ohne und 1,51 Millionen Euro mit Neuverschuldung berichten. So ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 816 Euro für die Kirchheimer Bürger. „Die Segel sind gesetzt,“ freute sich Bürgermeister Danyel Atalay auf die Zukunft.

Wie bereits angekündigt, muss die Abwassergebühr in Kirchheim am Ries erhöht werden. „Wir geben nur die Kosten weiter,“ erklärte Bürgermeister Atalay.

Die letzte Erhöhung der Abwassergebühren erfolgte 2018, damals auf 2,99 Euro pro cbm für Schmutzwasser und 3,10 Euro auf Abwasser. Nun musste in den vergangenen Jahren verstärkt auch in die Kanalisation investiert werden. Durch die Anpassung der Gebühren wird der „Schwellenwert“ erreicht. Dieser wird herangezogen, wenn Anträge an den Ausgleichsstock gestellt werden, da zuerst die Einnahmequellen der Gemeinde ausgeschöpft werden müssen.

Die neue Kalkulation, in welche die Kostenüberdeckung von 2018 mit 20 430 Euro und die Kostenunterdeckungen aus den Jahren 2019 und 2020, gesamt 11 369 Euro eingeflossen sind, ergab einen Zinssatz von 3,5 Prozent. So ergeben sich neue Gebühren zum 1. Januar 2013 in Höhe von 3,45 Euro/cbm für Schmutzwasser, 0,3 Euro für Niederschlagswasser. 2024 soll dann eine weitere Preisanpassung auf 3,63 Euro/cbm für Schmutzwasser und 0,40 Euro/cbm für Niederschlagswasser erfolgen.

⋌Michael Scheidle

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